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Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat keinerlei Mitleid mit Uli Hoeneß.

"Mehr als großer Mist"

Schäuble: Scharfe Kritik an Uli Hoeneß

München - Auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat Uli Hoeneß wegen dessen Steueraffäre heftig gescholten und ist der Ansicht, der Präsidenten des FC Bayern München könne sich "kaum beklagen".

 „Er hat mehr als großen Mist gebaut. Steuerhinterziehung ist grundsätzlich eine Straftat“, sagte der 70 Jahre alte CDU-Politiker in einem Interview mit der Bild am Sonntag. Hoeneß könne sich „kaum beklagen“ über die nun über ihn hereinbrechende Kritik. Der Präsident der deutschen Fußball-Rekordmeisters sei jemand, der die Gesetze der Medienwelt kenne und sich in der Vergangenheit auch nicht durch große Zurückhaltung in der Öffentlichkeit ausgezeichnet habe. Die Enttäuschung sei natürlich besonders groß, „wenn es sich um jemanden handelt, der eine herausgehobene Rolle spielt und von dem es sonst heißt, dass er sich sozial sehr engagiert“, sagte Schäuble, der für das persönliche Befinden von Hoeneß kein Mitleid verspürt. „Ich empfände es als schwierig, wenn Uli Hoeneß sagen würde: Mir geht es prima, ich schlafe bestens.“

Lob für Leistung beim FC Bayern

Gleichwohl betonte Schäuble auch die überaus exponierte Stellung des 61-Jährigen für den FC Bayern. „Uli Hoeneß hat einen maßgeblichen Anteil daran, dass Bayern ein besonders erfolgreicher Verein ist, bei dem das Sportliche und das Wirtschaftliche stimmt. Schon Helmut Kohl hat gesagt: Bayern München ist ohne Uli Hoeneß nicht vorstellbar. Das ist so“, sagte er.

sid

Steuer-Affäre Hoeneß - eine Chronologie

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