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US-Verteidigungsminister Chuck Hagel.

USA lassen tausend Soldaten mehr in Afghanistan

Washington - Nach dem Ende des internationalen Kampfeinsatzes in Afghanistan wollen die USA tausend Soldaten mehr in dem Land am Hindukusch lassen als bisher geplant.

Bis zu 10.800 US-Soldaten sollten ab 2015 in Afghanistan stationiert sein, kündigte am Samstag US-Verteidigungsminister Chuck Hagel in Kabul an. Dies sei auch schon von Präsident Barack Obama gebilligt worden. Bisher hatte Obama die Zahl der US-Soldaten, die nach dem Jahreswechsel in Afghanistan bleiben sollen, auf 9800 begrenzt. Die Soldaten sollen offiziell keine Kampfeinsätze mehr bestreiten, sondern vor allem die Ausbildung der einheimischen Streitkräfte unterstützen.

Hagel war am Samstagmorgen zu einem letzten unangekündigten Besuch als US-Verteidigungsminister in der afghanischen Hauptstadt eingetroffen. Er übergibt sein Amt demnächst an Ashton Carter, der bis Ende 2013 Vize-Pentagon-Chef war. Hagel äußerte sich auf dem Flug nach Kabul optimistisch über die Zukunft Afghanistans. Das Land sei seit Beginn des internationalen Einsatzes 2001 "weit gekommen" und die neu gewählte Regierung und ihre Sicherheitskräfte seien bereit, die Verantwortung zu übernehmen.

Der Nato-geführte Kampfeinsatz endet Ende des Jahres. Von kommendem Jahr an soll eine deutlich kleinere Militärmission die afghanischen Sicherheitskräfte mit Ausbildern und Beratern unterstützen. Kampfeinsätze sollen nur in Ausnahmefällen zur Selbstverteidigung und bei einer akuten Bedrohung der afghanischen Sicherheitskräfte erlaubt bleiben. An der Nachfolge-Mission wird auch die Bundeswehr beteiligt sein.

afp

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