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Ingrid Eichenberg (71) aus München am Platz des Ministerpräsidenten in der Staatskanzlei.

Tag der offenen Tür

Was würden Sie als Ministerpräsident machen?

München - Rund 6650 Menschen sahen sich die Staatskanzlei beim Tag der offenen Tür am Samstag an. Vier von ihnen ließen wir auf Ministerpräsident Horst Seehofers (CSU) Stuhl Platz nehmen. Was würden sie an seiner Stelle machen?

Maut großartig

Peter Badum aus dem mittelfränkischen Herzogenaurach machte als plötzlicher Neu-Ministerpräsident keinen Hehl daraus, dass er CSU-Wähler ist und die Politik seines „Vorgängers“ großartig findet, auch die umstrittene Pkw-Maut: „Die bringt uns gute Mittel ein. Daneben würde ich mich zusammen mit den Kommunen unbedingt um den Ausbau der Radwege und des Breitbandnetzes kümmern. Da gibt es ein bisserl Nachholbedarf“, sagte der 38-jährige Ideenmanager, während er sich auf Seehofers Stuhl sichtlich wohlfühlte.

Zurück zum G9

Ingrid Eichenberg musste nicht lange überlegen. Die 71-jährige rüstige Münchnerin würde als Ministerpräsidentin sofort wieder zurück zum G9: „Man muss den Kindern mehr Freiraum zur Persönlichkeitsentwicklung geben. Zumal ja auch die Wehrpflicht als Puffer für Jungs weggefallen ist.“ Seehofer sei ihr manchmal etwas zu stur.

Weiter so

Friedhelm Probst aus der Nähe von Münster hat einen Sohn, der in München studiert. Die Fern-Diagnose des 59-jährigen Innenarchitekten über Bayerns Politik ist sehr positiv: „Bayern ist ein wirtschaftlich starkes Land, das auch viel für Bildung tut. Also ich würde als Landeschef nicht viel anders machen als Seehofer.“

Mehr Bürgerbeteiligung

Eva H. aus Heidelberg besuchte gerade eine Freundin in München und kam ganz zufällig an der Staatskanzlei vorbei. Plötzlich Ministerpräsidentin sprach sich die 29-jährige Biologin am Kabinettstisch für mehr direkte Bürgerbeteiligung und mehr Volksnähe aus: „Bürgersprechstunden werden zwar schon angeboten, auch heute hier, aber da geht noch mehr. Als etwas dekadent habe ich soeben die rustikale Zirbelstube erlebt, die nur auf Wunsch von Herrn Streibl eingebaut wurde. So was muss wirklich nicht sein.“

Von Marco Mach

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