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Christian und Bettina Wulff haben ihr Haus in Großburgwedel offenbar mit über 50 Prozent Gewinn verkauft

Dank teurer Sicherheitstechnik?

Wulffs verkaufen Haus mit 50 Prozent Gewinn

Großburgwedel - Die Wulffs haben ihr Haus in Großburgwedel verkauft - mit über 50 Prozent Gewinn. Dem Land Niedersachen, das die Immobilie mit teurer Sicherheitstechnik ausgestattet hat, steht davon nichts zu. 

Der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff und seine von ihm getrennt lebende Frau Bettina haben ihr Haus in Großburgwedel bei Hannover verkauft und dabei 235.000 Euro Gewinn gemacht. Das berichtet "stern.de" und beruft sich auf den Kaufvertrag vom 13. Februar 2013. Erworben habe das Haus eine 41-Jährige, die Imbissbuden besitze und Unternehmen berate. Das Ehepaar Wulff hatte im Januar seine Trennung bekanntgegeben. Das Berliner Büro von Christian Wulff und sein Anwalt Gernot Lehr waren am Donnerstag zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Sicherheitseinrichtungen am Wohnhaus der Familie des ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff in Großburgwedel

Gekauft hatte das Ex-Präsidentenpaar den Klinkerbau im Herbst 2008 für 415.000 Euro - mit Hilfe eines Kredits. Das private Darlehen war Ende 2011 bekanntgeworden und hatte die Affäre ins Rollen gebracht, die im Februar 2012 zum Rücktritt Wulffs als Bundespräsident führte. Der Verkaufspreis habe nun bei 650.000 Euro gelegen, schreibt „stern.de“. Das Haus sei nach dem Kauf der Wulffs sicherheitstechnisch stark aufgerüstet worden, unter anderem mit Fensterscheiben aus Panzerglas und schweren Stahltüren.

Kein Anlass für Wulffs, Teile des Gewinns an Niedersachsen zu zahlen

Das niedersächsische Finanzministerium erklärte auf dpa-Anfrage, dass die Umbauten vom Landeskriminalamt und der Bauverwaltung veranlasst wurden. Ob sie den Wert der Immobilie gesteigert hätten, sei jedoch fraglich, sagte ein Sprecher. „Das Leben in einem so umgebauten Haus ist einigen Unannehmlichkeiten unterworfen.“ Es gebe für die Wulffs keinen Anlass, einen Teil der Verkaufserlöse an das Land Niedersachsen abzuführen, fügte er hinzu.

Die "Bild"-Zeitung hatte im Dezember 2011 über einen Privatkredit von einer halben Million Euro berichtet, den Wulff 2008 von der befreundeten Unternehmergattin Edith Geerkens erhalten und damit den Hauskauf finanziert hatte. Im niedersächsischen Landtag hatte der einstige Ministerpräsident jedoch Geschäftsbeziehungen zu Egon Geerkens verneint. In der Folge kamen immer neue Enthüllungen über Vergünstigungen im Amt ans Licht.

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Derzeit prüft das Landgericht Hannover, ob es ein Verfahren gegen Wulff eröffnet. Die Staatsanwaltschaft hatte im April Anklage gegen den Politiker wegen Bestechlichkeit erhoben. Es geht um Urlaube auf Sylt und einen Oktoberfest-Besuch mit Hotelübernachtung, die der Filmproduzent David Groenewold 2008 bezahlt haben soll.

dpa

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