+
Der frühere Bundespräsident Christian Wulff erwartet nach seinem Freispruch im Korruptionsprozess eine Entschädigung vom Land Niedersachsen.

Nach seinem Freispruch

Wulff will Entschädigung vom Land Niedersachsen

Berlin - Der frühere Bundespräsident Christian Wulff erwartet nach seinem Freispruch im Korruptionsprozess eine Entschädigung vom Land Niedersachsen.

„Ich könnte Hunderttausende Euro Anwaltskosten als Schadensersatz vom Land Niedersachsen einklagen“, sagte Wulff dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Eine „Prüfung durch angesehene Juristen“ habe „klar ergeben, dass ich mit einer Klage auf Staatshaftung des Landes Niedersachsen große Aussicht auf Erfolg hätte“. Wulff setzte hinzu: „Eigentlich will ich von dieser Art der Auseinandersetzung aber Abstand nehmen. Es wird hoffentlich eine angemessene Anerkennung von Kosten der Verteidigung geben, wenn auf der anderen Seite 14 Monate lang 24 Ermittler tätig sind.“

Wulff war Ende Februar nach monatelangem Verfahren vom Vorwurf der Vorteilsnahme in seiner Zeit als niedersächsischer Ministerpräsident freigesprochen worden. Es ging um rund 720 Euro Hotel- und Bewirtungskosten. Anfang 2012 war er vom Amt des Bundespräsidenten zurückgetreten, nachdem die Staatsanwaltschaft Hannover die Aufhebung seiner Immunität beantragt hatte. Für diesen Antrag machte Wulff den damaligen niedersächsischen Justizminister und CDU-Parteifreund Bernd Busemann mitverantwortlich.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Beim Brexit sitzen beide in der Zwickmühle
Nur achteinhalb Monate vor dem EU-Austritt der Briten ist immer noch nicht sicher, ob die Sache einigermaßen glimpflich ausgeht. Und das liegt nicht nur am Londoner …
Beim Brexit sitzen beide in der Zwickmühle
Merkel bei Sommer-Pressekonferenz: Was sagt die Kanzlerin zum Asylstreit? 
In Berlin gibt Kanzlerin Angela Merkel heute ihre traditionelle Pressekonferenz kurz vor der Sommerpause. Nie zuvor plagten die Kanzlerin so schwere Probleme - sowohl …
Merkel bei Sommer-Pressekonferenz: Was sagt die Kanzlerin zum Asylstreit? 
NRW-Minister verteidigt Abschiebung von Sami A.
Düsseldorf (dpa) - Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat die Abschiebung des Islamisten Sami A. nach Tunesien verteidigt.
NRW-Minister verteidigt Abschiebung von Sami A.
Gedenken an Widerstand des 20. Juli 1944 in Berlin
Vor 74 Jahren wollten deutsche Offiziere den Krieg beenden und Hitler stürzen. Doch das Attentat scheiterte und die Nazis nahmen blutige Rache. Nun wird wie jedes Jahr …
Gedenken an Widerstand des 20. Juli 1944 in Berlin

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.