Von der Grand Prismatic Spring in Yellowstone behalten Touristen nicht zuletzt die intensiven Farbtöne der Quelle in Erinnerung.
+
Im US-Bundesstaat Wyoming liegt der berühmte Yellowstone Nationalpark.

US-Bundesstaaten im Portrait

US-Bundesstaat Wyoming: Geschichte, Politik, Bevölkerung und Geografie

Wyoming steht für weite Graslandschaften und die beeindruckenden Rocky Mountains. Der US-Bundesstaat bietet viel Landschaft und nur wenige Menschen.

  • Im US-Bundesstaat Wyoming liegt der berühmte Yellowstone Nationalpark.
  • Der gesamte Staat hat etwa so viele Einwohner wie die Hansestadt Bremen.
  • Hauptwirtschaftszweige sind der Bergbau und der Tourismus.

Cheyenne – Die jüngere Geschichte des US-Bundesstaats Wyoming begann im 17. Jahrhundert als Teil der französischen Kolonie Louisiana. 1762 erhielten die Spanier die Region, 1800 ging das Gebiet zurück an Frankreich. Erst 1803 kauften die USA den späteren Bundesstaat für 15 Millionen US-Dollar. Damals gehörte der südliche Teil des heutigen Wyomings noch zu Utah.

Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts lebten dort neun verschiedene Stämme amerikanischer Ureinwohner. Die zunehmende Zahl der Siedler führte zu Konflikten und zur berühmten „Schlacht am Little Bighorn“.

Wyoming war ein fortschrittlicher Staat. Als erstes Gebiet in der Geschichte der USA führte das Wyoming-Territorium, aus dem später der Bundesstaat entstand, 1869 das Wahlrecht für Frauen ein. 1872 gründete die US-Regierung dort mit dem Yellowstone Park den ersten Nationalpark weltweit. Nellie Tayloe Ross wurde 1925 die erste Gouverneurin eines US-Bundesstaats.

Seit dem 10. Juli 1890 ist Wyoming der 44. Bundesstaat der USA. Für die Gründung als US-Staat gab er das Frauenwahlrecht nicht – wie gefordert – auf.

Wyoming: Geografie und Städte

Der US-Bundesstaat Wyoming ist 253.336 km² groß, dabei dehnt sich das Staatsgebiet auf einer Breite von 450 km und einer Länge von 580 km aus. Wyoming liegt auf Platz 10 der flächengrößten Staaten der USA und ist am zweithöchsten gelegen. Diese Nachbarstaaten umgeben Wyoming:

  • Montana
  • South Dakota
  • Nebraska
  • Colorado
  • Utah
  • Idaho

Zwei markante Regionen prägen die Geografie dieses US-Bundesstaats. Die hohen Berggipfel der Rocky Mountains und die großen Graslandschaften der „Great Plains“. Die Prärien sind durch Flachheit geprägt, Hügel suchen Betrachter vergebens. Während die Graslandschaften wenig Niederschläge verzeichnen, ist der Bereich der Rocky Mountains regenreich. Daher sind die beeindruckenden Felsmassive bis zur Baumgrenze dicht bewaldet.

Große Städte hat Wyoming nicht zu bieten. Die Hauptstadt Cheyenne hat nur rund 60.000 Einwohner, die zweitgrößte Gemeinde ist Caspar mit etwa 55.000 Bewohnern.

Bevölkerung und Wirtschaft in Wyoming

1985 hat Wyoming Alaska als bevölkerungsärmsten US-Bundesstaat abgelöst. Im Jahr 2000 verteilte sich die Bevölkerung anteilig so:

  • 88,9 % Weiße
  • 6,4 % Hispanics
  • 2,3 % Amerikanische Ureinwohner
  • 0,8 % Afroamerikaner
  • 1,8 % andere

Rund ein Viertel (25,9 %) der Bevölkerung hat deutsche Vorfahren. 15,9 % stammen von Engländern und 13,3 % von Iren ab. 4,3 % blicken auf norwegische Ahnen zurück und 6,5 % geben an, amerikanische Wurzeln zu haben. Heute leben 12.000 Native Americans in Wyoming, die fast alle zu den Cheyenne und den Arapaho gehören und in einem großen Reservat westlich der Landesmitte leben.

Die Wirtschaft in Wyoming konzentrierte sich früher auf die Zucht von Schafen und Rindern. Diese Tätigkeiten zählen heute weiterhin zur Lebensart und prägen die Kultur, wirtschaftlich haben sie kaum noch eine Bedeutung. Heute stehen Bodenschätze im Vordergrund. Dazu gehören:

  • Erdöl
  • Erdgas
  • Kohle
  • Salz
  • Uran-Eisenerz
  • Trona
  • Methangas

Durch moderne Bewässerung werden in geringem Umfang Bohnen, Zuckerrüben und Weizen produziert. Die beiden Nationalparks und das National Monument sorgen für einen regen Tourismus.

Wahlen in Wyoming

Es gibt keinen konservativeren US-Bundesstaat als Wyoming. Bei Wahlen hat die Bevölkerung seit 1964 nicht mehr mit einer Mehrheit für einen demokratischen Präsidentschaftskandidaten gestimmt. Dabei machen die Einwohner jedoch einen großen Unterschied zwischen der Bundes- und der Staatspolitik. Während auf Bundesebene die Republikaner führen, gewinnen bei Wahlen um den Posten als Gouverneur seit 1975 meist die Demokraten.

Auch interessant

Kommentare