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Immer weniger Menschen suchen in der EU nach Asyl (Archiv). 

Starker Rückgang

Zahl der Asylbewerber in der EU 2017 drastisch gesunken

Die Zahl der Alylsuchenden ist im Jahr 2017 stark gesunken, in machen EU-Ländern ist dennoch ein deutlicher Anstieg zu erkennen. Zählt die deutsche Bundesrepublik auch zu jenen Ländern? 

Luxemburg - Im Jahr 2017 haben rund halb so viele Menschen wie im Jahr zuvor in der EU Asyl beantragt. Laut aktuellen Zahlen der EU-Statistikbehörde Eurostat waren es im vergangenen Jahr 649.855 Menschen im Vergleich zu gut 1,206 Millionen in 2016. Auch wenn die Anzahl der Erst-Anträge in Deutschland mit Abstand am deutlichsten gesunken ist, bleibt die Bundesrepublik das Zielland der meisten Asylsuchenden.

Nach einem neuen Bericht des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) schwankt die Anerkennungsquote der Asylanträge stark.

Den neuen Zahlen von Eurostat zufolge, über welche die Funke Mediengruppe (Mittwochsausgaben) zuerst berichtete, registrierten die deutschen Behörden 2017 mit 198.255 Anträgen fast ein Drittel aller erstmaligen Asylbewerber in der EU. 2016 waren es noch 722.265 und somit knapp 60 Prozent der EU-weiten Erst-Anträge.

Trotz Rückgang in der gesamten EU steigen die Zahlen in machen EU-Staaten

2017 beantragten demnach in der gesamten EU 46,1 Prozent weniger Menschen erstmals Asyl als 2016. Einige EU-Staaten verzeichneten allerdings deutliche Anstiege, vor allem Spanien, Frankreich, Griechenland und Italien. Spanien registrierte fast doppelt so viele erstmalige Asylbewerber wie im Vorjahr. Knapp jeder fünfte Asylsuchende in der EU stellte seinen Erst-Antrag in Italien, 2016 war es noch jeder zehnte.

Nicht alle Asylsuchenden werden in Deutschland aufgenommen. Erst Ende Februar wurden abgelehnte afghanische Asylbewerber zurück nach Kabul geflogen.

Die wenigsten Menschen beantragten Asyl in der Slowakei (150), in Estland (180) und in Lettland (355). Auch in Polen (3005) und Ungarn (3115) gab es gemessen an der Zahl der Einwohner wenige Asylbewerber.

afp

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