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Bundesinnenminister Thomas de Maizière verkündete am Dienstag die aktuellen Zahlen zu Asylsuchenden in Deutschland

Offizielle Zahlen

Zahl der Asylsuchenden 2017 massiv gesunken

Offizielle Zahlen zeigen: 2017 sind deutlich weniger Asylsuchende nach Deutschland gekommen als noch im Vorjahr.

Berlin - Die Zahl der Asylsuchenden in Deutschland ist im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Von Januar bis Dezember 2017 wurden 186.644 Asylsuchende registriert, wie das Bundesinnenministerium am Dienstag mitteilte. Im Jahr 2016 zählten die deutschen Behörden noch rund 280.000 Asylsuchende, nachdem die Zahl im Vorjahr bei etwa 890.000 gelegen hatte.

Die größte Gruppe stammte wie bereits 2016 aus dem Bürgerkriegsland Syrien. Insgesamt kamen im vergangenen Jahr den Angaben zufolge 47.434 syrische Flüchtlinge, gefolgt von Asylsuchenden aus dem Irak (21.043), Afghanistan (12.346) und Eritrea (9524). Aus der Türkei suchten vergangenes Jahr knapp 8000 Menschen in Deutschland Asyl.

De Maizière: Bamf kann sich nun „den Aufgaben der Zukunft zuwenden“

Das Bundesamt für Asyl und Flüchtlinge (Bamf) entschied laut Innenministerium 2017 über die Anträge von 603.428 Asylsuchenden. Die Anzahl der anhängigen Asylverfahren beim Bamf sei mit 68.245 wieder auf den niedrigen Stand von Mitte 2013 zurückgeführt werden. Ende Dezember 2016 hatte die Zahl der anhängigen Asylverfahren demnach noch bei 433.719 gelegen.

"Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ist nicht mehr mit dem Bewältigen der Folgen der Krise beschäftigt", erklärte der geschäftsführende Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU). Vielmehr könne sich das Bamf nun "den Aufgaben der Zukunft zuwenden".

Auch monatliche Statistik zeigt Abwärtstrend

In der monatlichen Asylstatistik zeigt der Trend nach unten. Dem Bundesinnenministerium zufolge wurden im Dezember 13.082 ankommende Flüchtlinge registriert, nach gut 16.000 im November und gut 15.000 im Oktober. Die beiden größten Gruppen von Aslysuchenden blieben Syrer und Iraker.

Die Zahl der Abschiebungen ging 2017 unterdessen auf etwa 26000 zurück. 2016 waren es rund 28000.

Lesen Sie auch: Weniger Gewalt gegen Flüchtlinge - aber viele Fälle in Ostdeutschland

AFP/dpa/fn

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