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Peter Frey

Nach Vorwürfen

ZDF-Chefredakteur Peter Frey: AfD nicht bevorzugt eingeladen

Zu viel Raum für die AfD? ZDF-Chefredakteur Peter Frey wehrt sich gegen Äußerungen, den Populisten sei im Vorwege der Wahl zu viel Platz im Programm gegeben worden, um gute Quoten zu erzielen.

Mainz - ZDF-Chefredakteur Peter Frey weist die Kritik zurück, AfD-Politiker seien zu Fernsehsendungen eingeladen worden, um gute Quoten zu erzielen. „Wir haben die AfD genauso berücksichtigt wie die andere Partei, die bis dahin nicht im Deutschen Bundestag vertreten war: die FDP“, sagte Frey am Mittwoch im „Morgenmagazin“. Ein anderer Punkt seien die Talkshows.

„Und da würde ich gerne mal konkrete Zahlen liefern. Wenn wir uns zum Beispiel unsere Sendung „maybrit illner“ anschauen und den Zeitraum von Anfang 2016 nehmen, dann hat es seitdem bei knapp 400 Gästen in dieser Sendung genau elf Mal Vertreter der AfD gegeben.“ Das seien weniger als drei Prozent. „Das zeigt deutlich, dass wir hier niemanden benutzen, um unsere Quoten nach oben zu treiben.“

Die CSU-Abgeordnete Dorothee Bär hatte am Montagabend in Frank Plasbergs Polittalk „Hart aber fair“ gesagt, sie habe von jemandem aus dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk gehört, AfD-Politiker würden gerne eingeladen, um damit gute Quoten zu bekommen.

Aus Sicht von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier haben deutsche Medien den Provokationen der AfD im Wahlkampf zuviel Raum gegeben. „Tabubrüche dürfen sich nicht auszahlen“, sagte Steinmeier der „Zeit“ und „Zeit Online“ (Mittwoch), ohne die Partei beim Namen zu nennen. „Wer für jede neue Provokation eine neue Einladung in eine Talkshow erhält, fühlt sich zum Provozieren ermuntert.“

dpa

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