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AfD-Politikerin Beatrix von Storch sprach am Donnerstag im ZDF über Sozialleistungen.

Mindestlohn - Ja oder Nein?

"Donnerstalk": AfD-Politikerin von Storch verstrickt sich in Widersprüche

Mainz - Die AfD will für "kleine Leute" da sein, doch das Parteiprogramm klingt anders. Im ZDF-"Donnerstalk" konnte Beatrix von Storch diesen Widerspruch nicht auflösen.

Die AfD - eine Partei der Widersprüche? Beim ZDF-"Donnerstalk" am Donnerstagabend schien das so. Zumindest mussten Moderatorin Dunja Hayali und Mit-Taller Justizminister Heiko Maas einige Male nachfragen, um herauszubekommen, was Beatrix von Storch und die AfD wirklich wollen.

Kein klares Statement zum Mindestlohn

Am auffälligsten war dies beim Thema Mindestlohn. Die Bundes-AfD ist für den Mindestlohn. Der Landesverband Berlin, den Beatrix von Storch leitet, ist dagegen. Das spreche nicht dafür, dass sie sich für Geringverdiener einsetzen will, hakte Moderatorin Dunja Hayali nach. 

Doch Beatrix von Storch teilt die Meinung ihres eigenen Landesverbands gar nicht, wie sie zur Verblüffung ihrer Gesprächspartner sagte: Sie selbst ist FÜR den Mindestlohn. Obwohl er sich ihrer Ansicht nach eigentlich nicht vertrage mit der "unbeschränkten Zuwanderung von Geringqualifizierten, die jetzt kommt". Mindestlohn - ja oder nein? Von Storch schien hin- und hergerissen.

Eindeutiger wurde die AfD-Politikerin auch nicht. "Die Ablehnung des Mindestlohns im Berliner Wahlprogramm ist eine Dissonanz, das ist richtig", sagte Beatrix von Storch. Sie selbst trage das "Ja" zum Mindestlohn der Bundes-AfD mit. Doch auch da gebe es bereits erste Diskussionen, dass der Mindestlohn fallen müsse, räumte sie ein.

Klares Statement? Fehlanzeige

Noch einmal wollte die Moderatorin Beatrix von Storch ein klares Statement entlocken: "Wenn Sie aber doch die Landesvorsitzende von Berlin sind, wie kann es dann sein, dass die Ablehnung des Mindestlohns bei Ihnen im Wahlprogramm steht, wenn Sie sagen, sie tragen eigentlich die Entscheidung der Bundes-AfD mit?" Von Storch: "Man kann sich da jetzt verbeißen, aber das löst die Probleme der Menschen nicht". Es folgten Lacher aus dem Publikum. 

Dunja Hayali beendete das Hin und Her schließlich mit dem Kommentar: "Sie sitzen ja jetzt in einigen Landesparlamenten, da wird man sehen, wie Sie liefern."

AfD-Politikerin Beatrix von Storch hatte während der Fußball-EM wegen eines umstrittenen Tweets für Aufruhr gesorgt. Auch ihre Aussage, an der deutschen Grenze solle auch geschossen werden, rief Empörung hervor. Dies nahm sie mittlerweile wieder zurück.

mm/tz

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