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Thomas Bellut und das ZDF reagieren auf das geänderte Wählerverhalten.

Nicht mehr eine Woche vorher

"Politbarometer" rückt näher an Bundestagswahl

Mainz - Das ZDF legt seine Umfrage vor der Bundestagswahl näher an den Wahlsonntag. In diesem Jahr werde das „Politbarometer“ erstmals am Donnerstag vor dem Wahlsonntag veröffentlicht und nicht eine Woche vorher.

Das kündigte ZDF-Intendant Thomas Bellut vor dem Fernsehrat - einem Kontrollgremium - am Freitag in Mainz an. Damit will der Sender auf ein verändertes Wählerverhalten reagieren.

„Der Wähler entscheidet sich immer später“, sagte Bellut. „Wechselwähler machen heute einen viel größeren Teil der Wählerschaft aus.“ Das ZDF sehe sich in der Pflicht, die Wähler mit einem aktuellen Stimmungsbild zu versorgen.

Die neue Regelung soll ab 2014 grundsätzlich für alle Wahlen von Bundestag, Landtagen und Europawahl gelten. In diesem Jahr soll die Verlegung auf die Bundestagswahl begrenzt werden und nicht für die Landtagswahlen in Hessen und Bayern gelten. Die Menschen sollten nicht durcheinandergebracht werden, sagte der Vorsitzende des ZDF-Fernsehrats, Ruprecht Polenz. Das ZDF will mit der ARD über die Verlegung der Umfragetermine sprechen. „Da wäre ich froh, wenn auch die ARD diese Regelung übernehmen würde“, sagte Bellut.

Die Forschungsgruppe Wahlen, die für den Sender die Umfrage übernimmt, wollte laut Polenz am liebsten die letzte Umfrage vor der Bundestagswahl auf den Samstag legen. „Das wiederum hätte diesen Umfragen ein zu großes Gewicht beigemessen“, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete.

dpa

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