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Dem israelischen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wird vorgeworfen, in zwei Korruptionsfälle verwickelt zu sein. Foto: Sebastian Scheiner

"Marsch der Schande"

Zehntausende demonstrieren in Israel gegen Netanjahu

Sie werfen ihm Korruption und Beeinflussung der Medien vor: Zehntausende Israelis haben sich an einem "Marsch der Schande" gegen Ministerpräsident Netanjahu beteilgt.

Tel Aviv (dpa) - Zehntausende Israelis haben in Tel Aviv gegen Regierungschef Netanjahu demonstriert und ihm Korruption vorgeworfen. Der "Marsch der Schande" richtete sich auch gegen eine neue Gesetzgebung, durch die der Ministerpräsident Kritikern zufolge gegen polizeiliche Ermittlungen geschützt wird.

Das berichtete die Zeitung "Haaretz". Der Gesetzentwurf, der am Montag in zweiter Lesung beraten werde soll, sieht unter anderem vor, dass die Polizei ihre Empfehlungen für eine Anklage nach Ermittlungen nicht mehr öffentlich machen muss.

Netanjahu wird vorgeworfen, in zwei Korruptionsfälle verwickelt zu sein. Bei dem einen soll er illegal Geschenke von einem reichen Geschäftsmann entgegen genommen haben. Außerdem soll er versucht haben, unrechtmäßig Einfluss auf die Medienberichterstattung zu nehmen.

Dabei soll er sich darum bemüht haben, sich in einem Deal mit einem Medienmogul eine positivere Berichterstattung in der regierungskritischen Zeitung "Jediot Achronot" zu sichern. Netanjahu hatte die Verdächtigungen zurückgewiesen. 

Haaretz

Jerusalem Post

ynetnews

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