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Bis zu 40.000 Menschen versammelten sich am Samstag, um gegen den türkischen Ministerpräsidenten Erdogan zu protestieren.

"Überall ist Taksim"

Zehntausende bei Kölner Demo gegen Erdogan

Köln - Etwa 30.000 bis 40.000 Menschen haben am Samstag in Köln gegen den türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan demonstriert.

Redner forderten einen Rücktritt Erdogans und sofortige Neuwahlen. Transparente trugen Aufschriften wie „Erdogan, der Wolf im Schafspelz“ oder „Europa weiß, was Sache ist - in Ankara regiert ein Faschist“. Die Kundgebung stand unter dem Motto „Überall ist Taksim“. An der geplanten Bebauung des Gezi-Parks am Taksim-Platz in Istanbul hatten sich die Proteste entzündet.

Organisiert wurde die Kundgebung in Köln von der Alevitischen Gemeinde Deutschland, einer liberalen islamischen Gemeinschaft. Die Aleviten haben in den vergangenen Wochen schon mehrfach das harte Vorgehen der türkischen Polizei gegen Demonstranten angeprangert.

Die Kölner Polizei sprach von einem „erfreulich friedlichen Verlauf“ der Kundgebung. Die Demonstranten, die aus ganz Deutschland angereist waren, hielten unter anderem eine Schweigeminute ab „für alle, die ihr Leben für Freiheit und Demokratie geopfert haben“.

Die stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende Aydan Özoguz distanzierte sich von Slogans, die Erdogan als Diktator einstuften. Rund 50 Prozent der Türken hätten den Ministerpräsidenten und seine Partei AKP gewählt, sagte sie im Deutschlandradio Kultur. „Am Ende entscheidet natürlich das türkische Volk, ob Erdogan weiter regiert oder nicht.“

dpa

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