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Sie wollen endlich einen Friedensvertrag. 

Sie wollen Frieden

Zehntausende Kolumbianer beteiligen sich an Friedensmärschen

Bogotá - Zehntausende Menschen haben in Kolumbien für eine Umsetzung des Friedensvertrags mit den Farc-Rebellen demonstriert. Sie rufen "Wir wollen Frieden" und "Nie mehr Krieg".

In zwölf Großstädten protestierten sie gegen das drohende Scheitern des Abkommens. Sie riefen Staatschef Juan Manuel Santos und seinen Rivalen Álvaro Uribe auf, sich auf eine gemeinsame Linie zu einigen, um den Vertrag noch zu retten.

In der Hauptstadt Bogotá zogen mindestens 30.000 Demonstranten mit weißen Hemden und Blumen schweigend zur zentralen Plaza de Bolívar. Dort riefen sie dann Parolen wie "Wir wollen Frieden" oder "Nie mehr Krieg".

Uribe ist ein entschiedener Gegner des Friedensvertrags, den Regierung und Rebellen nach jahrelangen Verhandlungen in Havanna geschlossen hatten. Am Sonntag lehnte die kolumbianische Bevölkerung das Abkommen in einem Referendum überraschend ab. Eine denkbar knappe Mehrheit von 50,21 Prozent stimmte mit Nein.

Nach einem Treffen mit seinem Vorgänger Uribe kündigte Santos am Mittwoch an, zusammen mit dem Nein-Lager werde nun daran gearbeitet, einzelne Punkte des Abkommens zu konkretisieren und Unsicherheiten zu beseitigen. Gegner des Friedensabkommens kritisieren, dass Guerillakämpfer gemäß dem Vertrag straflos ausgehen könnten und die Umwandlung der Farc in eine legale politische Partei dieser zu viel Einfluss verschaffen könnte.

AFP

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