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Winfried Kretschmann und Angela Merkel bei der Feier zum Tag der Deutschen Einheit 2013.

Gemeinsames Abendessen

Zeichen für Schwarz-Grün? Merkel-Geheimtreffen mit Kretschmann

Berlin - Sind das erste Vorzeichen einer schwarz-grünen Koalition? Kanzlerin Angela Merkel soll sich vertraulich mit Winfried Kretschmann (Grüne) getroffen haben. 

Rund ein Jahr vor der Bundestagswahl sollen sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) vertraulich getroffen haben. Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtete von einem gemeinsamen Abendessen am Sonntagabend in Berlin. Kretschmann ist ein klarer Befürworter eines erstmaligen schwarz-grünen Bündnisses nach der Wahl 2017, auch CDU-Chefin Merkel gilt als aufgeschlossen dafür.

Das Stuttgarter Staatsministerium äußerte sich nicht konkret zu dem Bericht, erklärte aber, dass Merkel und Kretschmann von Zeit zu Zeit miteinander über bundespolitische Themen sprächen. Die CDU äußerte sich nicht. Ein Sprecher der Bundesregierung sagte: „Über mögliche vertrauliche Gespräche und Begegnungen der Bundeskanzlerin geben wir grundsätzlich keine Auskunft.“

Kretschmann hatte im März mit den Grünen die Landtagswahl in Baden-Württemberg gewonnen. Seitdem Bundespräsident Joachim Gauck erklärt hat, nicht für eine weitere Amtszeit zu kandidieren, wird er neben anderen als ein potenzieller Nachfolger gehandelt. Er selbst schweigt dazu. Ihm werden auch eher wenig Chancen eingeräumt - gleichwohl gilt er als Kompromisskandidat, falls sich Union und SPD nicht einigen können.

Winfried Kretschmann wirbt für Bündnis mit der Union

Kretschmann warb im „Spiegel“ erneut für ein Bündnis mit der Union. Schwarz-Grün passe einfach in die Zeit, die geprägt sei von Unsicherheit und Krisen, sagte er. „Es kommt jetzt darauf an, den Zusammenhalt der Gesellschaft zu sichern. Es geht darum, Freiheit und Individualismus zu erhalten und zugleich dem wachsenden Bedürfnis nach Sicherheit gerecht zu werden.“

Hingegen befürworten Parteilinke bei den Grünen ein Bündnis mit SPD und Linken. Ex-Bundestagsfraktionschef Jürgen Trittin bekräftigte dies in der Zeitung „Die Welt“ (Freitag).

dpa

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