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Martin Zeil (FDP)

Energiestudie

Zeil attackiert CSU-Minister: ,Strom wie im Entwicklungsland'

München – Im bayerischen Kabinett gibt es heftigen Ärger um eine schwarz-grüne Energiestudie. Die Vorschläge von Umweltminister Marcel Huber (CSU) erinnerten „an die Stromversorgung in Entwicklungsländern“, seien aber für ein hochindustrielles Land wie Bayern „untragbar“.

Dies sagte Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) dem Münchner Merkur. Huber folge einer „typisch ,grünen‘ Strategie, die das Land in eine industriefreie Zone verwandeln möchte“. Huber hatte mit dem baden-württembergischen Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) eine Studie vorgestellt, wonach die Industrie zu Zeiten des Spitzenbedarfs auf Strom verzichten könnte. Für ein, zwei Stunden wären die Kapazitäten zweier großer konventioneller Kraftwerke einsparbar.

Zeil kontert, dieses Lastmanagement sei „die falsche Strategie, um die Energiewende zu meistern“. Deutschland brauche umfassende Investitionen in Netzausbau und Gaskraftwerke, statt „Bezahlen für Nichtproduktion“ zu propagieren. Firmen hätten „kein Verständnis dafür, ihre Produktion zu unterbrechen, wenn die Sonne nicht scheint oder der Wind nicht weht“. Huber solle keine „schwarz-grünen Nebelkerzen werfen“.

cd

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