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Martin Zeil (r.) kritisiert den Regierungsstil von Horst Seehofer heftig.

Er wirft ihm Populismus vor

Zeil attackiert Seehofer: "Gegen alle Vernunft"

München - Ex-Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) hat den Kurs von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und dessen Regierung bei der Energiewende scharf attackiert.

Ex-Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) hat den Kurs von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und dessen Regierung bei der Energiewende scharf attackiert. In einer Pressemitteilung warf der FDP-Politiker seinem ehemaligen Regierungspartner am Freitag populistische Kehrtwenden und politische Verantwortungslosigkeit vor. Die CSU handele „gegen alle Vernunft“.

Konkret kritisierte Zeil das Bremsen Seehofers bei der umstrittenen Stromtrasse quer durch Bayern und beim Bau neuer Windräder. „Der Netzausbau stockt, zumal die amtierende Staatsregierung eine populistische Kehrtwende vollzogen hat und dem Gerede über sogenannte „Monstertrassen“ oder „schlechten“ Strom auch noch Vorschub leistet“, klagte er. „Wer so handelt, versündigt sich am Industriestandort Bayern und gefährdet Tausende von Arbeitsplätzen.“

"Krasser Fall von politischer Verantwortungslosigkeit"

Und wenn die CSU Potenziale für Windenergie und Wasserkraft „durchsichtigen Wendemanövern“ opfere, hintertreibe sie das Ziel, die Stromversorgung Bayerns bis 2021 zur Hälfte aus erneuerbaren Energien zu decken. „Besonders die neuen starren Abstandsregeln für Windkraftanlagen sind ein besonders krasser Fall politischer Verantwortungslosigkeit.“

Staatskanzleichefin Christine Haderthauer wies Zeils Kritik zurück. „Verantwortungslos ist es, die Energiewende über die Köpfe der Bürger hinweg zu wollen“, sagte sie. Die Abstandsregelung allein verhindere kein Windrad. „Am Ende entscheidet die Gemeinde über den Abstand. Von wegen „starre Abstandsregelung“, man sollte schon bei der Wahrheit bleiben - auch im Wahlkampf“, betonte sie.

dpa

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