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Die EU nennt einen neuen Termin für das Ende der Zeitumstellung.

Jetzt könnte es schnell gehen...

Ausschuss im Europaparlament stimmt für Ende der Zeitumstellung 2021

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Ende März 2019 ist Zeitumstellung auf Sommerzeit. Sollte die nicht abgeschafft werden? Ein EU-Ausschuss hat jetzt das Ende der Zeitumstellung 2021 beschlossen.

  • In einer Onlineumfrage der EU hat sich eine Mehrheit von über 80 Prozent für ein Ende der Zeitumstellung ausgesprochen.
  • Die EU-Kommission wollte die Abschaffung der Zeitumstellung schon 2019 umsetzen.
  • Den Mitgliedstaaten ging das zu schnell. Sie brauchen mehr Zeit für die Umsetzung des Vorhabens. Der Europäische Ministerrat will die Umstellung zwischen Sommer- und Winterzeit wohl am 28. März 2021 abschaffen.
  • Das Europaparlament plant die Abschaffung der Zeitumstellung schon für 2020.

Update vom 5. März 2019: Der Deutsche Lehrerverband fürchtet für den Fall einer dauerhaften Umstellung auf Sommerzeit gesundheitliche Gefahren für Schüler. "Die Wahrscheinlichkeit für Schlaf- und Lernprobleme, Depressionen und Diabetes wird nachweislich massiv erhöht", erklärte Präsident Heinz-Peter Meidinger am Dienstag in Berlin. Er forderte die Bundesregierung auf, die potenzielle Einführung dauerhafter Sommerzeit in Deutschland zu verhindern.

Meidinger verwies auch auf steigende Unfallrisiken, weil Millionen Schüler dann "zwei Monate länger bei absoluter Dunkelheit ihren morgendlichen Schulweg antreten müssten". In der EU wird an der Abschaffung der Zeitumstellung gearbeitet, die zweimal im Jahr erfolgt. Voraussichtlich Ende März wird das EU-Parlament darüber abstimmen. Verhandlungen mit den Mitgliedstaaten stehen aber noch aus.

Update vom 4. März 2019, 16.55 Uhr: Die Pläne zur Abschaffung der Zeitumstellung in der EU sind einen kleinen Schritt vorangekommen. Der zuständige Verkehrsausschuss im Europaparlament in Brüssel stimmte am Montag für die Abschaffung im Jahr 2021. 23 Abgeordnete stimmten dafür, 11 dagegen, Enthaltungen gab es nicht.

In den kommenden Wochen soll das Parlamentsplenum abstimmen. Anschließend müssten noch die EU-Staaten zustimmen, bevor die halbjährliche Zeitumstellung abgeschafft werden könnte. Im Kreis der EU-Verkehrsminister gibt es noch offene Fragen. Zuletzt hieß es hier ebenfalls, das halbjährliche Drehen an der Uhr könne 2021 abgeschafft werden. Das nächste Treffen der Verkehrsminister ist für Juni geplant.

Die EU-Kommission hatte ursprünglich vorgeschlagen, die Umstellung schon 2019 abzuschaffen. Dafür gab es jedoch keine Mehrheit. Generell sollen die Mitgliedstaaten künftig selbst entscheiden, ob sie dauerhaft die Sommer- oder die Winterzeit anwenden wollen.

14.12 Uhr: Die Pläne zur Abschaffung der Zeitumstellung in der EU kommen weiter nur schleppend voran. Im Europaparlament in Brüssel will zwar am Montag (ab 15.00 Uhr) der zuständige Verkehrsausschuss seine Position festlegen. Der letztendlich entscheidende Rat der Mitgliedstaaten hat sich bislang aber noch nicht auf eine gemeinsame Position verständigt. Dies wäre Voraussetzung dafür, dass die Zeitumstellung wirklich abgeschafft werden kann.

Nach Angaben des CDU-Europaabgeordneten Peter Liese zeichnet sich im EU-Parlament eine deutliche Mehrheit für die Abschaffung der derzeit zweimal pro Jahr vorgeschriebenen Zeitumstellung ab. Unklar ist ihm zufolge allerdings, für welchen Termin die Abgeordneten votieren werden.

Während die EU-Kommission 2019 vorgeschlagen hatte, haben sich andere Parlamentsausschüsse für 2020 ausgesprochen. Der Verkehrsausschuss will nun für 2021 plädieren. Die Abstimmung im Plenum ist für Ende März geplant.

Online-Umfrage: Mehrheit der EU-Bürger wollen Zeitumstellung abschaffen

Eigentlich sollte die Sache klar sein: Die EU ließ die Bürger im vergangenen Jahr in einer Online-Umfrage über die Zeitumstellung abschaffen. Mehr als 80 Prozent der 4,6 Millionen Teilnehmer sprechen sich für ein Ende der Zeitumstellung aus. Daraufhin schlug EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker vor, 2019 die Uhr zum letzten Mal umzustellen. Erleben wir also am 31. März 2019 die letzte Zeitumstellung in Deutschland?

Danach sieht es momentan allerdings nicht aus. 2019 wird die halbjährliche Zeitumstellung (Ende März und Ende Oktober) noch nicht abgeschafft. Der Plan von Juncker und seiner EU-Kommission ist an den Mitgliedsstaaten gescheitert, die mehr Zeit für die Umsetzung des Vorhabens brauchen.

Zunächst sah der Plan der EU-Kommission folgendermaßen aus: Die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sollten sich bis zum 1. April 2019 entscheiden, ob sie lieber dauerhaft Winter- oder Sommerzeit wollen. Dann würde am 31. März 2019 letztmalig auf Sommerzeit umgestellt; Länder, die für immer Winterzeit wollen, würden am 27. Oktober dieses Jahres zum letzten Mal an der Uhr drehen.

Video: Wann kommt das Ende der Zeitumstellung?

Laut einem EU-Fortschrittsbericht, aus dem die Bild-Zeitung Ende des vergangenen Jahres zitierte, war vielen EU-Ländern der Zeitplan der Kommission „zu ambitioniert“. Sie können sich bis Anfang April bzw. bis Ende Oktober noch nicht entscheiden, welche Standardzeit sie wollen. Zudem fürchten laut Fortschrittsbericht mehrere Länder, dass am Ende ein „Flickenteppich“ aus mehreren Zeitzonen entsteht, wenn sie sich nicht vor Abschaffung der Zeitumstellung auf eine gemeinsame Standardzeit einigen. Darum fordern sie einen EU-weiten „Koordinierungsprozess, um die Entscheidungsfindung zu erleichtern“.

Damit nicht genug: Andere Länder wollen den Status quo beibehalten. Sie fordern „eine detaillierte Folgenabschätzung“ über die Abschaffung der Zeitumstellung, wie aus dem Fortschrittsbericht hervorgeht.

Zeitumstellung: Europäischer Ministerrat peilt 2021 für Abschaffung an, EU-Parlament 2020

Der Europäische Ministerrat fasste wegen der komplizierten Koordination zwischen den Mitgliedsstaaten zuletzt 2021 ins Auge. Die gesetzgeberischen Vorbereitungen für die Zeitumstellung benötigten in mehreren EU-Ländern noch mehr Zeit, sagte der österreichische Verkehrsminister Norbert Hofer Anfang Dezember in Brüssel bei einem Treffen der EU-Verkehrsminister. "Hätten wir darauf bestanden, das sofort zu machen, wäre der Vorschlag gescheitert", fügte er hinzu.

Ein großes Problem ist die bislang fehlende Abstimmung zwischen den Mitgliedstaaten. Gemäß des Vorschlags der EU-Kommission würde jedes Land für sich entscheiden, in welcher Zeitzone es dauerhaft bleibt. So wäre es möglich, dass sich etwa Deutschland anders entscheidet als Nachbarn wie Belgien oder Frankreich - und die Länder dann in unterschiedlichen Zeitzonen lägen.

"Natürlich hätte ich heute lieber eine gemeinsame Position als einen Fortschrittsbericht gesehen", betonte EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc im Dezember. Klar sei aber auch, dass niemand einen "Zeitflickenteppich" innerhalb der EU wolle, fügte sie hinzu. Sie forderte die Mitgliedstaaten dazu auf, bis Juni 2019 eine Einigung zu treffen.

Möglicherweise kommt das Ende der Zeitumstellung aber schon 2020! Wie die Bild-Zeitung berichtet, peilt das Europaparlament nunmehr das kommende Jahr als Deadline an. 2020 könnte als Kompromiss zwischen dem Europäischen Ministerrat und dem EU-Parlament durchgehen. Im März stimmen der Verkehrsausschuss und das Plenum des Europäischen Parlamentes über den Vorschlag ab. Dann wird sich zeigen, ob das Ende der Zeitumstellung bereits 2020 kommt.

Video: EU-Minister beraten in Brüssel über die Zeitumstellung

Viele der Mitgliedstaaten unterstützen grundsätzlich den Vorschlag der EU-Kommission die Zeitumstellung abzuschaffen. Aber: Sie haben noch keine Position in der Frage, ob sie anschließend lieber die Sommer- oder die Winterzeit behalten wollen. Aus einzelnen Ländern kommt auch klarer Widerstand, etwa aus Portugal.

Portugal habe in den letzten hundert Jahren zwei Mal für jeweils einige Jahre die Zeitumstellung zwischen Sommer und Winter ausgesetzt, sagte der portugiesische Minister für Infrastruktur, Pedro Marques. Die Erfahrungen seien schlecht gewesen, weshalb die Regierung in Lissabon das aktuelle System beibehalten wolle.

Länder wie die Niederlande und Dänemark forderten eine ausführliche Untersuchung der Folgen, um sich überhaupt entscheiden und mit den Nachbarländern abstimmen zu können.

Dem schloss sich auch Deutschland an. "Wir sollten die Entscheidung dabei nicht auf die lange Bank schieben", mahnte der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Guido Beermann, der Deutschland im Dezember bei dem Treffen in Brüssel vertrat.

Aus für Zeitumstellung doch noch 2019?

Beermann verwies auf die EU-weite Online-Umfrage, die die Kommission im Sommer ausgeführt hatte. 84 Prozent der Teilnehmer hatten sich darin gegen die Zeitumstellung ausgesprochen. Das dürfe nicht ignoriert werden.

Die französische Verkehrsministerin Elisabeth Borne wandte ein, dass die Teilnehmer der Umfrage "in erster Linie aus einer begrenzten Zahl von Mitgliedstaaten" kämen. 3,1 Millionen der insgesamt 4,6 Millionen Teilnehmer der Umfrage kamen aus Deutschland.

Video: Ende der Zeitumstellung - Das wird noch ein Weilchen dauern

Die österreichische EU-Ratspräsidentschaft schlug im Dezember in Brüssel vor, die Kommission solle die Gespräche zwischen den Mitgliedstaaten koordinieren. Cora Van Nieuwenheuizen, Vertreterin der Niederlande, erinnerte daran, dass der Einigung über die aktuelle EU-weite Regelung in 1980 vier Jahre lange Verhandlungen vorausgegangen waren.

"Damals hatte die EU neun Mitgliedstaaten", fügte sie hinzu. Es sei daher "recht optimistisch" von der Kommission gewesen, einen so kurzen Verhandlungszeitraum vorzusehen.

Und so meldete die Bild-Zeitung Ende des vergangenen Jahres: „Als neuer Termin für die letztmalige Umstellung auf Sommerzeit zeichnet sich derzeit der 28. März 2021 ab. In Stein gemeißelt ist das aber auch nicht.“

Zeitumstellung: Baltenstaaten wollen in einer Zeitzone bleiben

Bislang wirft das Vorhaben der EU-Kommission mehr Probleme auf, als es löst!

Jüngstes Beispiel: In den baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen soll auch nach der geplanten Abschaffung der Zeitumstellung in der EU weiterhin die gleiche Zeit gelten. „Wir haben uns darauf geeinigt, auch in Zukunft eine Zeitzone zwischen den baltischen Staaten zu erhalten“, sagte der litauische Regierungschef Saulius Skvernelis nach einem Treffen mit seinen Amtskollegen Jüri Ratas (Estland) und Maris Kucinskis (Lettland) im Dezember in Vilnius.

Wofür sich die baltischen Staaten entscheiden wollen, wurde von den Ministerpräsidenten nicht bekannt gegeben. Estlands Regierungschef Ratas betonte, dass sich sein Land auch mit Finnland auf ein gemeinsames Zeitsystem verständigen möchte.

Die Baltenstaaten und Finnland sind wie auch Bulgarien, Rumänien, Griechenland und Zypern Mitteleuropa eine Stunde voraus. Es gilt dort die Osteuropäische Zeit (OEZ) statt MEZ (Mitteleuropäische Zeit).

Und so dürfen wir uns auch 2019 zwei Termine für die Zeitumstellung merken:

  • Am Sonntag, 31. März 2019, werden in Deutschland die Uhren auf die Sommerzeit umgestellt. Die Uhren werden um 2.00 Uhr eine Stunde auf 3.00 Uhr vorgestellt.
  • Am Sonntag, 27. Oktober 2019, werden die Uhren auf Winterzeit umgestellt. An diesem Tag bekommen wir eine Stunde Schlaf geschenkt. Die Uhren werden dann um 3.00 Uhr eine Stunde auf 2.00 Uhr zurückgestellt.

fro (mit Material von AFP und dpa)

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Kommentare

Al Barto
(0)(0)

Mit der Abschaffung der Zeitumstellung haben die (europäischen) Politiker endgültig bewiesen ,das ihnen die Belange der Bevölkerung egal sind und einfach willkürlich geändert wird ,weil es ins Konzept passt.

Warum Ich so denke?

1.Bei der Abstimmung haben nur wenige Prozent der Menschen mitgemacht
2a.Sämtliche Begründungen aufgrund der Abstimmung sind daher illegetime Scheinbegründungen.
2b.Bei Volksbegehren gilt eine Mindestabstimmungsquote von 30 oder 40%
2c.Warum diesmal plötzlich nicht?
3a.Würde die EU eine repräsentative Abstimmung wollen gäbe es bei den Europawahlen eine zusätzliche Befragung bezüglich dieses und anderer Themen.
3b.Mögliche Themen wären:(Zeitumstellung)Einführung der Digitalsteuer,Kerosinsteuer,Börsenumsatzsteuer,Fahrverbote,Einwanderung,Bezahlung der Abgeordneten,Abschaffung einer der EU-Standorte Brüssel/Straßburg und vieles mehr.

Kurzum: Wir die Wähler werden stumm gehalten.

slowmanAntwort
(0)(0)

Was soll daran Millionen kosten? Unterbnehmen, die aus irgendwelchen Gründen manuell bei der Umstellung eingreifen sollten die Kosten einkalkulieren wobei meiner Meinung nach dies nur einen sehr geringen Teil betrifft.
Die Uhren werden mittlerweile so gut wie alle automatisch umgestellt via Zeitsignal oder Zeitserver umgestellt. Serverlandschaften in IT-Strukturen arbeiten meistens sowieso in UTC-Zeit und die jeweils gültige Zeit wird Clientseitig definiert, dafür finden Sie auch in Windows eine Einstellung um Zeitzonen zu definieren sowie Sommer-/Winterzeit automatisch einzustellen. Auch bei der Bahn, im ÖPNV sowie im Flugverkehr wird die Umstellung berücksichtigt wobei intern im Flugverkehr und bei den Luftfahrtunternehmen ebenso UTC-Zeit angewendet wird.

papsefartu
(0)(0)

Warum warten ? Den Millionenteuren Unsinn sofort abschaffen....