+
Ihr Ex-Mann soll mit einem Vertrag bei der Partei "Die Linken" versorgt worden sein: Sarah Wagenkneckt.

Verwandten-Affäre

Wurde Wagenknechts Ex von Partei versorgt?

Berlin - Die Linksfraktion im Bundestag hat laut einem Zeitungsbericht den Ex-Ehemann ihrer stellvertretenden Vorsitzenden Sahra Wagenknecht über Monate mit einem Auftrag finanziell unterstützt.

So schloss die Fraktion nach Recherchen der „Welt am Sonntag“ mit dem Dokumentarfilmer Ralph Thomas Niemeyer am 31. Januar 2013 einen Werkvertrag für einen Film in Höhe von 3000 Euro ab, der von der angestellten Fraktionsgeschäftsführerin Ruth Kampa unterzeichnet wurde. Bis März 2013 war Niemeyer mit Wagenknecht verheiratet.

Wie die Zeitung weiter recherchierte, stellte die Linkspartei Niemeyer für den Bundestagswahlkreis Friesland-Wilhelmshaven-Wittmund als Kandidaten auf. Laut Kontoauszügen habe ihm die Fraktion, mehrere Abgeordnete sowie die parteinahe Rosa Luxemburg Stiftung zwischen Februar 2012 und Mai 2013 insgesamt 20 413,20 Euro überwiesen.

Wagenknecht, die seit längerem mit dem früheren Linke-Chef Oskar Lafontaine liiert ist, sagte der „Welt am Sonntag“: „Da mein Ex-Mann mit mir weder verwandt ist noch zum fraglichen Zeitraum mit mir zusammen lebte, sondern die Beziehung längst beendet war, sehe ich keinen Grund, der dagegen spricht, dass er für die Fraktion Arbeitsleistungen erbringt und dafür honoriert wird.“ Auch sei keine der Abrechnungen über ihren Tisch gegangen.

Die Beschäftigung von Ehepartnern, auch ehemaligen, ist etwa für Mitglieder des Bundestags per Gesetz untersagt, schreibt die Zeitung. Auf Bundesebene gelte dies allerdings nicht für den Fall, dass etwa ein Ehemann statt von seiner Frau durch andere Abgeordnete beschäftigt wird - wie es im Fall Niemeyer dem Bericht zufolge geschah.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kein Fortschritt für inhaftierte Deutsche in der Türkei
Mehrere Deutsche sind in der Türkei in Haft. Die Botschaft kümmert sich um sie. Doch ein grundsätzlicher Fortschritt ist nicht in Sicht.
Kein Fortschritt für inhaftierte Deutsche in der Türkei
Verdächtiger nach Anschlägen in Spanien auf freien Fuß
Nach den Anschlägen von voriger Woche stehen die Behörden in Spanien noch vor offenen Fragen. Das Verhör der vier lebend gefassten mutmaßlichen Terroristen sollte zur …
Verdächtiger nach Anschlägen in Spanien auf freien Fuß
Trump will Kampf in Afghanistan verschärfen
Seit fast 16 Jahren kämpfen US-Soldaten in Afghanistan. Die Erfolge sind umstritten. Donald Trump war einst ein scharfer Kritiker des Einsatzes. "Wir werden Terroristen …
Trump will Kampf in Afghanistan verschärfen
Terror-Verdächtiger gesteht: Anschlag sollte viel größer sein
Beide Hauptverdächtige der blutigen Attentate in Katalonien sind tot. Vier mutmaßliche Mitglieder der Terrorzelle mussten vor Gericht erscheinen. Alle Neuigkeiten finden …
Terror-Verdächtiger gesteht: Anschlag sollte viel größer sein

Kommentare