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Sahra Wagenknecht hat in einer Rede Donald Trump gelobt und erntet dafür Kritik.

Kein rot-rot-grüner Schmusekurs

Zoff im Bundestag: Wagenknecht lobt Trump

Berlin - Linken-Frontfrau Sahra Wagenknecht verliert lobende Worte über Donald Trump. SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann findet das gar nicht gut.

Ein rot-rot-grüner Schmusekurs hört sich anders an: SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann hat in scharfen Worten auf eine Rede der Linken-Frontfrau Sahra Wagenknecht reagiert. Die Fraktionschefin der Linkspartei kritisierte am Mittwoch in der Bundestags-Generaldebatte, dass dem Westen nach dem Sieg von Donald Trump nichts Besseres einfalle, als einen „europäischen Hochrüstungswettlauf“ zu starten.

Oppermann: „Populisten aller Länder vereinigt euch.“

„Ja, glauben Sie, das ist es, worauf die Millionen Abstiegsgefährdeten und die abgehängte Generation in Europa gewartet haben? Offenbar hat ja selbst noch ein Donald Trump wirtschaftspolitisch mehr drauf als Sie“, sagte Wagenknecht. Trump habe erkannt, dass gegen die Krise und eine marode Infrastruktur keine Kürzungen helfen würden, „sondern ein groß angelegtes öffentliches Investitionsprogramm“.

Oppermann entgegnete, er sei verwundert, „wie Sie die ökonomische Kompetenz von Donald Trump bewundert haben und gleichzeitig über die politischen Eliten in Europa gewettert haben, die angeblich nur den Mächtigen dienen“. Früher hieß es: Proletarier aller Länder vereinigt euch. Heute heißt es: Populisten aller Länder vereinigt euch. Ihre Antwort auf den Populismus von Rechts ist mehr Populismus von Links“, meinte Oppermann, der nachsetzte: „Sie wollen Frauke Petry im Deutschen Bundestag überflüssig machen.“

dpa

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