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Beatrix von Storch lag mit einem Tweet daneben.

Nach Amokfahrt von Münster

“Zorn nachvollziehbar“: AfD-Chef kritisiert von Storch wegen rassistischer Tweets

Mit islamfeindlichen Tweets hetzte AfD-Frau Beatrix von Storch nach der Amok-Fahrt von Münster auf Twitter. Nun gibt es Rüge aus der eigenen Partei.

Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen hat seine Parteikollegin Beatrix von Storch für deren Kommentare im Kurzbotschaftendienst Twitter nach der Amokfahrt in Münster kritisiert. "Ich bin kein Freund von Schnellschüssen in solchen Fällen", sagte Meuthen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Dienstagsausgabe). Die Gefahr sei, dass "man so nachvollziehbaren und vermeidbaren Zorn auf sich zieht".

Die stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag hatte unmittelbar nach den ersten Meldungen über die Amokfahrt bei Twitter nahegelegt, ein Flüchtling sei für die Tat verantwortlich. Später legte sie nach, der Täter von Münster sei ein "Nachahmer" islamistischer Gewalttäter. Von Storch ist in der Vergangenheit wiederholt durch streitbare Tweets aufgefallen.

Ein 48 Jahre alter Mann war am Samstag mit seinem Auto in den Außenbereich einer Gaststätte der Münsteraner Altstadt gerast und hatte dabei zwei Menschen getötet und 25 Menschen verletzt, mehrere davon lebensgefährlich. Ein politisches Motiv schlossen die Ermittler aus. Sie gehen inzwischen eindeutig davon aus, dass der psychisch labile Mann in Suizidabsicht handelte. Er hatte sich nach der Tat erschossen.

CSU fordert von Storch zu Rückzug auf

Die CSU hat die AfD-Politikerin Beatrix von Storch zum Verzicht auf ihr Bundestagsmandat aufgefordert. CSU-Generalsekretär Markus Blume sagte am Montag vor einer CSU-Vorstandssitzung in München zu den islamfeindlichen Tweets von Storchs zur Amokfahrt von Münster, "wer dieses Ereignis in der Weise ausschlachtet wie es Frau von Storch getan hat, der hat in einem Parlament in Deutschland nichts verloren".

CSU-Generalsekretär Markus Blume

Für die CSU gebe es deshalb an die AfD-Politikerin nur eine Botschaft: "Wenn Frau von Storch auch nur einen Funken Anstand und Verstand noch hat, dann sollte sie ihr Mandat im deutschen Bundestag zurückgeben."

Ein 48 Jahre alter Mann war Samstag mit seinem Auto in den Außenbereich einer Gaststätte der Münsteraner Altstadt gerast und hatte dabei zwei Menschen getötet und etwa 20 Menschen verletzt, mehrere davon lebensgefährlich. Ein politisches Motiv sehen die Ermittler nicht, als Auslöser wird eine psychische Erkrankung des Mannes angenommen. Dieser hatte sich nach der Tat erschossen.

AFP

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