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Überall auf der Welt demonstrieren Exil-Birmesen für die Freilassung Aung San Suu Kyis. Hier in Tokio.

Suu Kyis einziger Zeuge darf sprechen

Rangun - Im Prozess gegen die Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi darf ihr einiziger Zeuge, ihr Anwalt sprechen. Am Momtag soll das Urteil verkündet werden.

Im Prozess gegen Birmas berühmteste Dissidentin Aung San Suu Kyi hat am Donnerstag der einzige zugelassene Zeuge der Verteidigung ausgesagt. Es handelt sich um Suu Kyis Anwalt Kyi Win, der argumentierte, die Anklage beruhe auf einer längst nicht mehr gültigen Gesetzgebung.

Am kommenden Montag sollen Anklage und Verteidigung ihre Schlussplädoyers vorbringen, sagte Suu Kyis zweiter Anwalt Nyan Win. Wann das Urteil gesprochen wird sei noch unklar. Suu Kyi ist wegen Verletzung der Auflagen ihres Hausarrests angeklagt, weil Anfang Mai ein Amerikaner in ihr Haus eindrang. Dort lebte Suu Kyi seit 2003 unter Hausarrest und durfte keinen Besuch empfangen.

Beobachter rechnen mit einer Gefängnisstrafe von drei bis fünf Jahren. Damit wäre die populäre Oppositionsführerin und einzige eingesperrte Friedensnobelpreisträgerin der Welt aus der Öffentlichkeit verbannt, wenn im nächsten Jahr Wahlen stattfinden.

dpa

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