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Beate Zschäpe.

Aufnahmen nach Beschwerde gelöscht

Zschäpe wurde im Gefängnis von Besucherin fotografiert

München - Die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe ist bei einem Hofgang in der Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim von einer Besucherin mit dem Handy fotografiert worden.

Das teilte das bayerische Justizministerium am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. „Auf Beschwerde“ sei „umgehend die Löschung sämtlicher Aufnahmen“ veranlasst worden. Einer der Zschäpe-Verteidiger im NSU-Prozess habe außerdem Dienstaufsichtsbeschwerde eingelegt.

Die Besucherin habe zu einer „hochrangig besetzten Fachdelegation aus der Tschechischen Republik“ gehört, sagte eine Sprecherin des Ministeriums. Zweck des Besuchs sei es gewesen, die Frauenabteilung der JVA Stadelheim und „deren spezifische Einrichtungen wie die Mutter-Kind-Abteilung und die Wohngruppe“ vorzuführen. Während des Rundgangs habe eine Teilnehmerin „Bilder vom Hofgangsbereich“ geschossen. Der Vorfall habe sich bereits im November ereignet.

Zschäpe muss sich im Münchner NSU-Prozess seit Mai 2013 als mutmaßliche Mittäterin für die angeklagten zehn NSU-Morde verantworten. Sie ist die einzige Überlebende des Trios mit Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt. Seit ihrer Festnahme im November 2011 sitzt sie ununterbrochen in Untersuchungshaft.

dpa

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