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Claudia Roth (l., Grüne) und Wolfgang Kubicki (FDP) bei Lanz.

Schäkereien mit Claudia Roth

„Peinlich“: Schockierte Reaktionen auf Kubickis Orgasmus-Andeutung in Lanz' TV-Talk

Markus Lanz lud am Donnerstagabend wieder zur Show ein. Mit dabei waren diesmal Claudia Roth und Wolfgang Kubicki. Doch um Politik ging es dabei nur bedingt.

Hamburg - Markus Lanz lud am Donnerstagabend wieder prominente Gäste in seine Show ein. Mit dabei waren Grünen-Politikerin Claudia Roth und FDP-Vize Wolfgang Kubicki. Die beiden zeigten sich sehr intim, immerhin saßen sie ja bei den Jamaika-Sondierungen wochenlang im selben Raum zusammen. 

Es fing schon vor der Sendung an: FDP-Vize Kubicki soll zu Claudia Roth gesagt haben: „Wenn ich gewusst hätte, dass du kommst, wäre ich nicht gekommen.“ Freundschaftliches Necken unter Beinahe-Kollegen. Beim „Du“ seien sie schon lange angekommen, immerhin hätten sie ja gemeinsame politische Wurzeln. „Sie sind ja schon wieder auf Schmusekurs“, meinte Lanz. Roth kicherte nur: „Wenn ich schmuse, das sieht anders aus.“

Man darf sich fragen, sofern es unbedingt notwendig ist, was zwischen den beiden Politikern abseits der Bühne passiert. Details bekam der Zuschauer bei Markus Lanz nicht. Wer aber glaubt, dass die intimen Momente der Sendung nun vorbei waren, der hat sich getäuscht.

Wolfgang Kubicki: „Ich komme immer“

Lanz fragte Kubicki: „Wären Sie denn auch gekommen, wenn Trittin gekommen wäre?“ Kubicki erwiderte: „Ich komme immer.“ Stille im Studio, nur Roth lacht. „Also ich meine das jetzt anders“, versucht er, sich zu retten. 

Mehrere Medien reagieren geschockt auf die schmuddeligen Andeutungen Kubickis im Lanz-Talk. „Aua“, schreibt welt.de und nutzt den Begriff „peinlich“. Mit genau dem selben Wort fasst auch huffingtonpost.de die Entwicklung der Talkshow zusammen.

Die Seltsamkeiten hatten nun endlich ein Ende gefunden, und was wäre ein Gespräch mit Politikern, wenn es nicht um Politik ginge. Mit dabei war auch Journalist und Bestsellerautor Robin Alexander. Thema: Jamaika-Sondierungen. Roth spricht davon, wie eng und intensiv man über fast fünf Wochen zusammen gearbeitet habe.

Als die Gespräche dann gescheitert sind, sei ihr erster Gedanke gewesen: „Was geht da eigentlich ab?“ Nach fünf Wochen „Wohngemeinschaft in einem Mehrgenerationenhaus“, wie Roth die Sondierungsgespräche bezeichnete, wollten alle wissen, ob man Gemeinsamkeiten finden könne. Lanz wollte nur wissen: „Am Ende sollen Sie Angela Merkel sogar umarmt haben?“ Roth: „Ja, aber ich umarme gerne.“

Roth: „Das tägliche Mobbing gegen die Grünen“

Trotz der enormen Annäherungen zwischen den Parteien gab es auch Streitpotenzial. „Ich habe jeden Morgen das neue Mobbing von Herrn Dobrindt gehört, das tägliche Mobbing gegen die Grünen“, wetterte Claudia Roth gegen CSU-Mann Alexander Dobrindt. 

Nun stellte Lanz die Frage, die alle interessierte: „Warum sind Sie denn vom Verhandlungstisch aufgestanden?“ Die FDP habe den Eindruck gehabt, dass man sich im Kreis drehe. „237 dissente Punkte hat es gegeben, davon 80 wichtige“, erklärte Kubicki. Es habe keine Vertrauensbasis geherrscht, jeder habe das Gefühl gehabt, untergepflügt zu werden. Nach 14 Stunden am Verhandlungstisch habe man überlegt, entweder vor Ermüdung unter den Tisch zu fallen oder vom Tisch aufzustehen.

tf

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