1. Startseite
  2. Politik

Zu nah an der Armutsgrenze: Pandemie macht Bedrohung sichtbar

Erstellt:

Kommentare

Schaukelndes Kind (Symbolbild)
Die Pandemie hat sich besonders stark auf Kinder aus einkommensschwachen Familien ausgewirkt. © dpa / Rolf Vennenbernd

Die Corona-Pandemie hat nach Einschätzung der Caritas lange angelegte Armutsrisiken sichtbar gemacht.

Berlin - «Einmal arm, immer arm - das ist für immer mehr Menschen eine reale Bedrohung», sagte Caritas-Präsidentin Eva Maria Welskop-Deffaa der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. An diesem Donnerstag will der Paritätische Wohlfahrtsverband einen Bericht zur Armutsentwicklung in der Pandemie veröffentlichen. Welskop-Deffaa sagte, im Lebenslauf verfestigte Armut dürfte nicht hingenommen werden. So müsse das bewilligte Existenzminimum dem entsprechen, was gebraucht werde. Sondersanktionen für junge Menschen müssten abgeschafft werden. Und es brauche Angebote, «die Menschen unverzüglich helfen, wenn sie, aus welchen Gründen auch immer, in eine Lebenskrise geraten».

Aus der Koalition kam der Hinweis auf Vorhaben der neuen Ampel-Regierung zur Armutsbekämpfung. Kinder aus einkommensschwachen Haushalten litten am meisten unter der Pandemie, sagte SPD-Fraktionsvize Dagmar Schmidt der dpa. Diese Familien sollten mit einem Sofortzuschlag unterstützt werden. Schmidt verwies außerdem auf die geplante Kindergrundsicherung und den einmaligen Heizkostenzuschlag für alle Haushalte, die Wohngeld beziehen. (dpa)

Auch interessant

Kommentare