Claudia Möllers, Leiterin der Bayernredaktion

Merkur-Kommentar

Zu Pfingsten: Geist ist erwünscht

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Beim Pfingstereignis sorgte der Heilige Geist dafür, dass Menschen plötzlich in fremden Sprachen reden und sich verstehen konnten. Auch heute bräuchte es einen guten Geist, um die großen und kleinen Probleme der Menschheit anzupacken. 

Wie war das noch beim Pfingstwunder? Die Menschen konnten plötzlich in anderen Sprachen sprechen und andere Sprachen verstehen. Das wäre etwas, wenn so ein Heiliger Geist heute über die Menschen käme! In einer Zeit, in der sogar die Menschen, die eine gemeinsame Sprache sprechen, manchmal weiter voneinander entfernt sind als diejenigen, die in völlig verschiedenen Sprachwelten leben.

Sich zu verstehen und sich zu verständigen sind eigentlich die großen Aufgaben, die anzugehen sind. In Deutschland, um die Probleme bei der Integration der vielen Asylbewerber anzupacken und Lösungen zu finden, die sowohl der unaufgebbaren Maxime der Menschlichkeit als auch den Grenzen der Umsetzbarkeit versuchen gerecht zu werden.

In Europa, um ein Auseinanderfallen zu verhindern und den Kontinent zu einer echten Wertegemeinschaft zusammen zu schweißen. In der Welt, um gemeinsam den Terrorismus zu bekämpfen, aber auch den Ärmsten Perspektiven in ihrer Heimat zu geben.

Auch im privaten Umfeld kann man so einen Geist gut gebrauchen: Der einem hilft, den anderen zu verstehen – zumindest zu versuchen, ihn zu verstehen. Der diejenigen bremst, die im Internet ihren Hass verbreiten wollen. Und denjenigen mit leiser Stimme zu mehr Aufmerksamkeit verhilft. So ein Wunder, das wäre auch was zu Pfingsten 2017.

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