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Briten müssen wohl bald nachweisen, dass sie volljährig sind, um sich online Porno-Filme ansehen zu können.

Volljährigkeit muss nachgewiesen werden

Online-Konsum von „Erwachsenen-Filmchen“: In Großbritannien bald nur noch mit Zugangs-Pass?

In Großbritannien soll es bald nicht mehr so einfach sein, „Erwachsenen-Filmchen“ online anzusehen. Die Briten planen offenbar ein Gesetz, das einen Zugangspass vorschreibt.

London - Für den Zugang zu Schmuddel-Filmen im Internet braucht man in Deutschland lediglich einen funktionierenden Rechner, ein Smartphone oder Tablet und einen Internetzugang. Zwar ist der Konsum gesetzlich erst ab der erreichten Volljährigkeit erlaubt - doch ein wirksamer Jugendschutz wird hierzulande nicht wirklich umgesetzt.

Das aber ist nun das Ziel in Großbritannien. Dort braucht man bald einen speziellen Zugangs-Pass für solche Filme, berichtet der Telegraph. Ohne diesen sei ein Zugriff dann nicht mehr möglich. Diese Pässe sollen in Kiosken und Geschäften zu kaufen sein und umgerechnet etwa 11,50 Euro kosten (zehn Pfund). 

Zugangspass enthält 16-stelligen Code

Um einen solchen Pass zu erhalten muss dem Kassierer ein Personalausweis oder Führerschein vorgelegt werden. Heißt im Klartext: Wer noch nicht volljährig ist, bekommt keinen Zugangs-Pass und auch keinen 16-stelligen Zugangscode. Damit soll gewährleistet sein, dass die Konsumenten solcher Filme die Volljährigkeit erreicht haben, ohne dass sie dabei persönliche Informationen preisgeben zu müssen.

Der Hintergrund dieses Vorschlags ist ein geplantes Gesetz, das vorsieht, dass Nutzer dazu verpflichtet sind, ihre Volljährigkeit beim Online-Konsum solcher Filmchen nachzuweisen. Doch nicht nur über den Zugangs-Pass, sondern auch über Kreditkarten soll es in Zukunft möglich sein, sein Alter nachzuweisen. Das Problem dabei: Viele Menschen besitzen eine solche überhaupt nicht.

Zugangscodes auch bald für andere Bereiche?

Genau deshalb ist der Zugangs-Pass auf die Agenda gekommen. Natürlich wäre es auch möglich, einen solchen Pass für andere Bereiche zu nutzen. So könnten Zugangscodes auch bald für Online-Bestellungen von Alkohol oder Messern verwendet werden. Ob das Modell dann Schule macht, wird sich zeigen. Die Briten haben die Verabschiedung des zugehörigen Gesetzes jedenfalls seit April 2018 immer wieder verschoben.

sdm

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