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Eine palästinensische Frau (m.) protestiert mit dem Koran in der Hand gegen den Einsatz der israelischen Polizei.

Anlass ist jüdisches Neujahrsfest

Zusammenstöße auf dem Tempelberg in Jerusalem

Jerusalem - Die israelische Polizei ist auf dem Tempelberg in Jerusalem gegen militante palästinensische Jugendliche vorgegangen, die sich in der Al-Aksa-Moschee verbarrikadiert hatten.

Die maskierten Jugendlichen bewarfen die Polizisten mit Steinen und Feuerwerkskörpern, als diese die Moschee am frühen Sonntagmorgen stürmten. Das bestätigte eine Polizeisprecherin. Die Jugendlichen wollten verhindern, dass jüdische Gläubige aus Anlass des jüdischen Neujahrsfest die heilige Stätte besuchen.

Der Tempelberg in der Altstadt Jerusalems beherbergt einige der wichtigsten jüdischen und muslimischen Heiligtümer und steht deshalb häufig im Mittelpunkt von Spannungen. Die Klagemauer am Fuß der Anhöhe ist ein Überrest des zweiten jüdischen Tempels und ein wichtiger Gebetsort der Juden. Auf dem Tempelberg selbst stehen der Felsendom und die Al-Aksa-Moschee, zwei zentrale Heiligtümer der Muslime.

Im Prinzip ist es nur Muslimen erlaubt, auf dem Tempelberg zu beten. Zu bestimmten Anlässen wird die Anhöhe aber auch für jüdische Besucher geöffnet. Die Muslime empfinden dies als Provokation.

dpa

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