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Die Zustimmung für Bundespräsident Christian Wulff schwindet. 

Umfrage: Wulff im Sturzflug

Köln - Die Zustimmung für Christian Wulff schwindet rapide. Der Anwalt des Bundespräsidenten hat unterdessen eine öffentliche Dokumentation der Fragen und Antworten zu den Vorwürfen gegen das Staatsoberhaupt abgelehnt.  

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Der Rückhalt Wulffs in der Bevölkerung sank im Vergleich zu Donnerstag vergangener Woche um zehn Prozentpunkte. Einer am Dienstag veröffentlichten Blitzumfrage für die ARD-Sendung “Hart Aber Fair“ zufolge sprachen sich 46 Prozent der Deutschen gegen und ebenso viele Bürger für einen Rücktritt von Wulff aus. Sollte Wulff zurücktreten, wären 58 Prozent für den Bürgerrechtler Joachim Gauck als Präsidentschaftskandidat. Gauck war Wulff 2010 unterlegen.

Befragt wurden von Infratest Dimap am Montag 1.000 Bundesbürger.

Wulffs Anwalt: Antworten zur Affäre bleiben geheim

Der Anwalt von Bundespräsident Christian Wulff hat unterdessen eine öffentliche Dokumentation der Fragen und Antworten zu den Vorwürfen gegen das Staatsoberhaupt abgelehnt. Rechtsanwalt Gernot Lehr berief sich auf Anfrage des Berliner “Tagesspiegels“ (Dienstag) auf die “anwaltschaftliche Verschwiegenheitspflicht“, die einen solchen Schritt nicht zulasse.

Wulff hatte in der vergangenen Woche im Interview von ARD und ZDF angekündigt, er wolle in der Affäre für vollständige Transparenz sorgen. “Morgen früh werden meine Anwälte alles ins Internet einstellen. Dann kann jede Bürgerin, jeder Bürger jedes Details zu diesen Abläufen sehen und bewertet sehen, auch rechtlich“, sagte er. “Ich geb' Ihnen gern die 400 Fragen, die 400 Antworten.“

Tatsächlich hatten seine Anwälte am folgenden Tag aber nur eine sechsseitige Zusammenfassung vorgelegt. Lehr rechtfertige dies im “Tagesspiegel“: “Der im Mandantenauftrag geführte Schriftverkehr zwischen Anwälten und Dritten fällt unter die anwaltliche Verschwiegenheitspflicht. Aus diesem Grund sowie aus Gründen der praktischen Handhabbarkeit für alle Beteiligten ist eine zusammenfassende Stellungnahme erfolgt“, erklärte der Rechtsanwalt.

Dabei ging es im wesentlichen um die Kreditfinanzierung von Wulffs Eigenheim im niedersächsischen Burgwedel und um Urlaubsaufenthalte bei teils prominenten Freunden. Der umstrittene Anruf bei “Bild“- Chefredakteur Kai Diekmann, mit dem Wulff die Veröffentlichung des ersten Berichts über den Hauskauf verzögern oder verhindern wollte, wird in dem Papier nicht erwähnt.

Christian Wulffs politisches Leben in Bildern

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dapd/dpa

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