Kritik von Europarat und EU

Zwei Männer in Weißrussland zum Tode verurteilt

Mogilew - Ein Gericht in Weißrussland hat zwei Männer wegen Mordes zum Tode verurteilt. Dafür gibt es viel Kritik.

Wie die weißrussische Menschenrechtsorganisation Wiasna am Freitag mitteilte, wurden zwei weitere Angeklagte zu langen Haftstrafen von 22 und 24 Jahren verurteilt. Demnach befand das Gericht in Mogilew im Osten des Landes die vier Männer wegen sechsfachen Mordes zwischen 2009 und 2015 für schuldig.

Der Europarat und die Europäischen Union kritisierten die Todesurteile scharf. "Die Todesstrafe ist eine extrem brutale und unmenschliche Strafe", hieß es am Freitag in einer Erklärung der EU. Europarats-Präsident Thorbjörn Jagland forderte Weißrussland auf, die Todesstrafe abzuschaffen. Es sei "enttäuschend und traurig", dass Weißrussland diese Strafe immer noch verhänge, kritisierte Jagland.

Die ehemalige Sowjetrepublik Weißrussland ist das letzte Land Europas, in dem die Todesstrafe verhängt und vollstreckt wird. Die bislang letzte Hinrichtung fand im Mai statt.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kommentar zu Seehofer: Vielleicht kriegt’s ja keiner mit!
Horst Seehofer hat die Kehrtwende vollzogen. Plötzlich rückt der CSU-Chef im Wahlkampf von seiner erst propagierten Obergrenze für Flüchtlinge ab. Doch was steckt …
Kommentar zu Seehofer: Vielleicht kriegt’s ja keiner mit!
Ministerin Zypries fordert Abschaffung der Luftverkehrssteuer
Als Reaktion auf die Pleite von Air Berlin hat Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) eine Abschaffung der Luftverkehrssteuer gefordert, um den …
Ministerin Zypries fordert Abschaffung der Luftverkehrssteuer
Ermittler auf der Spur eines Terrorverdächtigen
Während Barcelona um die Anschlagsopfer trauert, sucht die Polizei noch immer nach den Schlüsselfiguren des Terrors. Sind sie möglicherweise schon tot? Es soll eine neue …
Ermittler auf der Spur eines Terrorverdächtigen
Seehofer und das O-Wort - Wahlkampfversprechen oder Luftnummer?
2016 hatte sich Horst Seehofer festgelegt. Es werde keinen Koalitionsvertrag ohne Obergrenze für Flüchtlinge geben. Doch je näher die Bundestagswahl rückt, desto …
Seehofer und das O-Wort - Wahlkampfversprechen oder Luftnummer?

Kommentare