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Beate Zschäpe vor Gericht

Äußerungen über Mitangeklagte

Zweiter Brief Zschäpes aufgetaucht

München - In der Sommerpause des NSU-Prozesses ist ein weiterer Brief der Hauptangeklagten Beate Zschäpe an den inhaftierten Gesinnungsgenossen Robin S. bekanntgeworden.

In dem Schreiben, aus dem die Zeitung „Die Welt“ am Freitag zitierte, äußert sich die mutmaßliche Neonazi-Terroristin über zwei ihrer Mitangeklagten - offenbar über Carsten S. und Holger G. Zschäpes Verteidiger gaben am Freitag auf Anfrage keine Stellungnahme zu dem Bericht über den Brief und dessen Inhalt ab.

In dem von Anfang Juni datierten Brief schrieb Zschäpe mit Blick auf die damals noch bevorstehende erste Aussage von Holger G. vor Gericht: „Darauf warte ich seit Monaten. (...) Da er mit "Märchen" aufgewartet hat, um sich der Gitterkunde zu entziehen, bin ich gespannt, ob er den Mumm hat, seine widersprüchlichen Aussagen in der Öffentlichkeit darzulegen.“

Der NSU-Prozess: Zentrale Fragen rund um das Verfahren

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Weiter schrieb Zschäpe, sollte der Richter dann „auch nur halb so scharf“ nachfragen, wie er es bei Carsten S. getan habe, dann sei sie „optimistisch, dass ich zu meinem Recht komme und er als Häufchen Elend endet“. Sie befürchte aber eine „Anwaltsverlesung“, da er „selbst genau weiß, wie oft/wieviel er auf Kosten anderer falsches Zeugnis abgelegt hat“.

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Holger G. hatte Zschäpe im Ermittlungsverfahren als gleichberechtigtes Mitglied der Terrorzelle NSU beschrieben. Vor dem Münchner Oberlandesgericht las er aber zunächst nur eine Erklärung vor - und blieb dabei ein gutes Stück hinter den früheren Aussagen zurück.

dpa

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