Entkoffeinierter Kaffee – mit der CO₂-Methode ohne Chemie
Bei entkoffeiniertem Kaffee heißt es Augen auf – denn nicht alle sind ohne Chemie. Welche Sorten empfehlenswert sind, erfahren Sie in unserem Vergleich.
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Das Wichtigste in
dieser Nachricht
- Ist entkoffeinierter Kaffee gesund? – Das sagt die Wissenschaft
- Ganz ohne Chemie: entkoffeinierter Kaffee mit der CO₂-Methode – Modern und umweltfreundlich
- Ist Fairtrade-Kaffee immer ohne Chemie? – Augen auf
- Schweizer Wasserprozess für chemiefreien Kaffee ohne Koffein – Die Alternative
- Ist entkoffeinierter Kaffee wirklich 100 % koffeinfrei? – Nicht ganz ...
- Dürfen Kinder und Schwangere entkoffeinierten Kaffee trinken? – Das sollten Sie wissen
- Die besten entkoffeinierten Kaffees – unsere Empfehlungen – Mit Top-Bewertungen
Dolce Vita auch ohne Koffein! Wer aus gesundheitlichen Gründen kein Koffein verträgt oder die Wirkungen von Koffein vermeiden möchte, greift auf entkoffeinierten Kaffee zurück. Er vermittelt das volle Aroma eines „Kaffees“, bringt den ganzen Genuss in die eigenen vier Wände, kommt dabei aber ohne Koffein aus.
Doch wie gesund ist entkoffeinierter Kaffee? Und wie entsteht Kaffee ohne Koffein? Die Antworten finden Sie hier. Zudem haben wir entkoffeinierte Kaffeesorten miteinander verglichen und stellen Ihnen die besten Sorten vor.
Ist entkoffeinierter Kaffee gesund?

Im Allgemeinem kann ein maßvoller Konsum von Kaffee als gesund bezeichnet werden. So ergab eine Studie, dass Kaffeeliebhaber seltener an Leberkrebs erkranken. Dabei kommt es nicht nur auf die Menge an: Auch der Zeitpunkt beeinflusst, wie gesund Kaffee wirklich ist. Denn Kaffee auf leeren Magen, also vor dem Frühstück, kann Diabetes fördern.
Allerdings werden viele koffeinfreie Kaffees mit dem sogenannten „direkten Verfahren“ hergestellt. Und hier kommen Lösungsmittel zum Einsatz.
Die Kaffeebohnen quellen zuerst in Wasser oder Wasserdampf, ehe sie anschließend rund 10 Stunden mit Lösungsmitteln wie Dichlormethan behandelt werden. Einige dieser Lösungsmittel sind gesundheitlich bedenklich. Allen voran Dichlormethan steht im Verdacht, krebserregend zu sein.
Wird koffeinfreier Kaffee allerdings ohne Chemie hergestellt, hat er einige positive Eigenschaften:
✔️ Kaffeebohnen enthalten über 1.000 verschiedene Antioxidantien. Sie schützen Zellen vor Schaden und regulieren den Insulinspiegel.
✔️ Regelmäßiger Kaffeekonsum kann Krankheiten vorbeugen. So leiden Kaffeetrinker seltener an Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
✔️ Entkoffeinierter Kaffee kann die Leber schützen und hilft auch bei bereits bestehenden Lebererkrankungen.
Ganz ohne Chemie: entkoffeinierter Kaffee mit der CO₂-Methode
Heute gibt es verschiedene Methoden, um Kaffee zu entkoffeinieren. Eine davon ist die sogenannte CO₂-Methode. Dieses Verfahren nutzt flüssiges Kohlendioxid unter hohem Druck, um das Koffein selektiv aus den Kaffeebohnen zu extrahieren. So bleiben die wertvollen Aromen und Öle erhalten und der natürliche Geschmack des Kaffees nahezu unverändert. Mit der CO₂-Methode hergestellte Kaffees gelten als qualitativ hochwertige Produkte.
Ein weiterer bedeutender Vorteil: Der CO₂-Prozess ist umweltfreundlich, weil das verwendete CO₂ im geschlossenen Kreislauf wiederverwendet wird. So entstehen keine schädlichen Abfallprodukte und es bleiben keine chemischen Rückstände im Kaffee. Das macht die CO₂-Methode zu einer sicheren Wahl für Konsumenten, die Bedenken bei chemischen Lösungsmitteln haben.
Beispiele für chemiefreien entkoffeinierten Kaffee nach der CO2-Methode:
Ist Fairtrade-Kaffee immer ohne Chemie?
Viele Verbraucher sitzen dem Irrglauben auf, dass Fairtrade-Kaffee automatisch keinerlei Chemie enthält. Doch das ist nicht ganz richtig. Die Fairtrade-Zertifizierung fokussiert sich hauptsächlich auf ethische Aspekte wie gerechte Löhne und Arbeitsbedingungen für Bauern und Arbeiter, Umweltschutzmaßnahmen und nachhaltige Anbaumethoden. Zwar setzt sie auch bestimmte ökologische Standards, die den Einsatz von Pestiziden und anderen Chemikalien regulieren – aber nicht vollständig ausschließen.
Wie Fairtrade-Kaffeebohnen das Koffein entzogen wird, legt Fairtrade nicht fest. Das bedeutet: Auch ein Fairtrade-Kaffee kann unter Umständen mit chemischen Lösungsmitteln dekoffiniert werden. Halten Sie also Ausschau nach Produkten, die explizit als „chemikalienfrei entkoffeiniert“ gekennzeichnet sind.
Diese Fairtrade-Kaffees werden chemiefrei entkoffeiniert
- early bird – Biokaffee gemahlen
- GEPA Bio Kaffee Sereno gemahlen
- Mount Hagen – Arabica Bohnen Bio
- Equal Exchange Organic Coffee – ganze Bohne
- Mount Hagen – Instant-Kaffee
Schweizer Wasserprozess für chemiefreien Kaffee ohne Koffein
Ebenfalls chemiefrei ist der Schweizer Wasserprozess. Hier wird ausschließlich Wasser verwendet, um das Koffein zu entfernen. Nachteil: Dieses Verfahren ist viel aufwendiger und benötigt zudem sehr viel Wasser. Die grünen Bohnen liegen bei diesem Verfahren so lange in heißem Wasser, bis alle Bestandteile herausgelöst sind. Die Bohnen werden dann entsorgt, während das Wasser mit den Bestandteilen für die weiteren Arbeitsschritte verwendet wird. Das Wassergemisch wird durch einen Kohleaktivfilter gepresst, sodass das Koffein entfernt wird. Anschließend kommen neue grüne Kaffeebohnen hinzu. Die Schritte werden so oft wiederholt, bis der Koffeingehalt bei nur noch maximal 0,1 Prozent liegt.
Diese Kaffees werden mit der Schweizer Wassermethode entkoffeiniert:
- Café Campesino Colombia – Bohnen für Espresso
- illy blend entkoffeinierter Kaffee gemahlen
- San Francisco Bay Coffee – unterstützt die Regenwälder
Ist entkoffeinierter Kaffee wirklich 100 % koffeinfrei?
Entkoffeinierter Kaffee ist für all jene Kaffeeliebhaber empfehlenswert, die gesundheitlich kein Koffein vertragen oder Koffein und seine Wirkungen vermeiden wollen. Jedoch ist entkoffeinierter Kaffee nicht ganz koffeinfrei. Es bleibt es Restgehalt von maximal 0,1 Prozent, was also nicht mehr als 1 Gramm Koffein pro Kilogramm Kaffee entspricht. Zum Vergleich: Gerösteter Kaffee kommt bei Arabica-Bohnen auf einen Koffeingehalt von 1,2 Prozent, bei Robusta-Bohnen auf 2,6 Prozent. Unter 0,2 Prozent Koffein kann ein Kaffee als koffeinarm bezeichnet werden. Der Grenzwert für koffeinfreien Kaffee liegt bei 0,1 Prozent, so die EU-Richtlinien.
Dürfen Kinder und Schwangere entkoffeinierten Kaffee trinken?
Wissenschaftliche Studien legen nahe, dass entkoffeinierter Kaffee in moderaten Mengen auch für Schwangere sicher ist. Die geringe Menge an Koffein, die noch enthalten ist, gilt als unbedenklich. Allerdings empfehlen Experten, dass Schwangere den Koffeinkonsum auf maximal 200 mg pro Tag beschränken sollten. Das entspricht ungefähr der Menge von zwei Tassen Kaffee.
Einige Studien haben jedoch gezeigt, dass es durchaus einen Zusammenhang zwischen koffeinhaltigem Kaffee und dem Wachstum des Fötus geben kann. So erhöht sich das Risiko eines verlangsamten Wachstums. Ab 300 mg Koffein pro Tag steigt sogar das Risiko für eine Fehlgeburt. Schwangeren Frauen, aber auch stillenden Müttern, wird daher koffeinfreier Kaffee empfohlen.
Für Kinder ist Kaffee generell nicht empfehlenswert, auch nicht in der entkoffeinierten Form. Kinder sind empfindlicher gegenüber den Bestandteilen im Kaffee. Auch gibt es keine ausreichende Untersuchung zum regelmäßigem Kaffeekonsum in dieser Altersgruppe.
Die besten entkoffeinierten Kaffees – unsere Empfehlungen
Wir haben für Sie das Netz durchforstet und uns auf die Suche nach den am besten bewerteten entkoffeinierten Kaffees begeben.
Das Resultat finden Sie hier:
Dinzler – für Filter, French Press oder Kaffeevollautomat

In süddeutschen Raum gilt die Privatrösterei Dinzler als Platzhirsch. Die Kaffeemischungen sind enorm vielfältig und lassen sich für ganz unterschiedliche Zubereitungsmöglichkeiten verwenden. Das ausgewogene, milde Aroma der Mischung La Sera kommt ideal in Filterkaffeemaschinen, French Press oder Kaffeevollautomat zur Geltung.
Lavazza Caffè Decaffeinato – Kaffeebohnen vom Italiener

Eine leichte goldene Crema, milde Aromen und ein Hauch von Honig überzeugen bei diesem italienischen Kaffeeklassiker. Schmeckt am besten aus der Mokkakanne oder Filterkaffeemaschine.
- Kaffeebohnen für Kaffeevollautomat und Siebträgermaschine, 500 Gramm
- Kaffee mit Mandel- und Honigaroma
- 100 % Arabica-Bohnen aus Südamerika, Afrika und Südasien
- Intensität 3/10
- Mittlere Röstung
- Amazon-Bewertung: 4,6 von 5 ⭐⭐⭐⭐⭐
illy blend entkoffeinierter Kaffee – Top-Bewertung

Unschlagbar! Ich habe einige entkoffeinierte Sorten probiert und keine schmeckt so gut wie diese. Schön vollmundig und aromatisch.
- Zarte Noten von Karamell, Schokolade und geröstetem Brot mit einem süßen Nachgeschmack
- 100 % Arabica-Bohnen
- Gemahlen, 250 Gramm
- Geeignet für Vegetarier
- Amazon-Bewertung: 4,8 von 5 ⭐⭐⭐⭐⭐
Jacobs Filterkaffee Krönung entkoffeiniert – mit dem einzigartigen Aroma

Hier kommt ausschließlich 100 % Arabica-Hochlandkaffee in die Packung. Frisch aufgebrüht entfaltet dieser klassische Kaffee seine fruchtigen Noten mit Noten von Nuss und Karamell. Genau das Richtige, wenn Sie ausgewogenen und aromatischen Kaffee bevorzugen.
Jacobs Filterkaffee hier bestellen
- Unwiderstehliches Verwöhnaroma
- Intensität 3/5
- Gemahlen, 500 Gramm
- Amazon-Bewertung: 4,5 von 5 ⭐⭐⭐⭐⭐
Blank Roast BIO-Kaffeebohnen entkoffeiniert – Beere trifft auf Haselnuss

Süß, mild und fruchtig, mit einem Hauch von Beeren und Haselnuss kommt dieser Kaffee aus Peru in die Tasse. Er punktet mit feiner Crema und ist besonders säurearm.
- Aroma: Beere & Haselnuss
- BIO-zertifiziert – deutsche Rösterei
- Auch als gemahlener Kaffee für Filtermaschinen erhältlich
- 100% Arabica
- Im Aromaschutzbeutel
- Ideal für Milchkaffee, Espresso und Caffè Crema
- Amazon-Bewertung: 4,5 von 5 ⭐⭐⭐⭐⭐
Weiterlesen: Der beste entkoffeinierte Espresso
Wer hat‘s erfunden?
Bereits 1903 erfand der Bremer Kaffeehändler Ludwig Roselius das Entkoffeinieren. Der Gründer von „Kaffee HAG“ führte nämlich den Tod seines Vaters auf dessen erhöhten Kaffeekonsum zurück. Er erfand daraufhin das Roselius-Verfahren, indem er ganze Kaffeebohnen zum Quellen in Salzwasser einlegte. Mithilfe von Benzol wurde das Koffein dann aus den Bohnen extrahiert. Da jedoch Benzol als krebserregend eingestuft wird, darf das Roselius-Verfahren heute nicht mehr angewendet werden.
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