Immer mehr Inseln machen mit

Wer 2020 hier Urlaub macht, darf auf keinen Fall herkömmliche Sonnencreme mitnehmen

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Sonnencreme, Bikini und Sonnenbrille: Utensilien, die zum Strandurlaub dazugehören. Doch viele Sonnenschutzmittel dürfen ab sofort nicht mehr an jedem Strand verwendet werden!

Sie fiebern schon dem nächsten Urlaub am Strand entgegen und gehen im Kopf schon mal die Packliste durch? Dann sollten Sie jetzt aufpassen. Denn viele Länder und Inseln kümmern sich (endlich) um ihre Flora und Fauna und ergreifen Maßnahmen, die Tier- und Pflanzenwelt schützen. Dazu gehören auch zwangsläufig Verbote, die von der Regierung ausgesprochen werden. Das hat Auswirkungen auf den Tourismus - auch für deutsche Urlauber.

Sonnenanbeter aufgepasst: Diese Sonnencremes sind verboten

Vor dem Hintergrund, dass etwa 14.000 Tonnen Sonnencreme pro Jahr in den Weltmeeren landen, reagieren viele Urlaubsparadieses: Ab 2020 verbietet der Pazifikstaat Palau als erstes Land viele Sonnencremes komplett. Und damit ist die Inselgruppe im westlichen Pazifik, zu der über 500 Inseln gehören, nicht alleine: Auf der Karibikinsel Aruba sind seit dem Jahreswechsel viele Sonnencremes mit bedenklichen Inhaltsstoffen verboten. Die Jungferninseln hatten bereits im September 2019 Sonnenschutzmittel mit den Inhaltsstoffen Oxybenzon, Octinoxat oder Octocrylen untersagt. Auch Hawaii und die Stadt Key West in Florida nehmen sich ein Beispiel: Sie verkaufen ab dem 1. Januar 2021 keine Sonnencremes mehr mit Oxybenzon oder Octinoxat.

Die beiden Substanzen und auch andere Stoffe in Sonnenschutzmitteln wie etwa Octocrylen stehen in Verdacht, Meereslebewesen wie Fische und Korallen zu schädigen. Der Internationalen Korallenriff-Initiative zufolge sollen Stoffe wie Oxybenzon die Fruchtbarkeit von Fischen senken und das Korallensterben verursachen.

Mehr zum Thema: Urlaub mit Ruhe: Diese Länder haben Sie nicht auf dem Radar - sollten es aber.

Mineralische Filter bevorzugen: Diese Sonnencremes sind unbedenklich für die Umwelt

Palau führt entsprechend harte Strafen ein für Menschen, die das Sonnencreme-Verbot missachten. Seit dem Inkrafttreten des sogenannten "Gesetzes zur verantwortungsvollen Tourismuserziehung" am 1. Januar 2020 ist nicht nur die Produktion, der Kauf und Verkauf von Sonnencremes mit Oxybenzon, Octinoxat oder Octocrylen verboten, sondern auch deren Einfuhr. Sorglose Touristen, die solche Produkte im Koffer haben, erwartet eine saftige Strafe von knapp 900 Euro. Auch folgende Substanzen in Sonnenschutzmitteln sind dem Portal Express zufolge auf Palau verboten: Enzacamen, Triclosan, Methylparaben, Ethylparaben, Butylparaben, Benzylparaben und Phenoxyethanol.

Wer sich jetzt fragt, wie man sich umwelt- und gesundheitsbewusst vor der Sonne und somit Hautkrebs schützen kann, der kann beruhigt werden: In Drogerien, Apotheken und Reformhäusern sind mittlerweile viele Marken erhältlich, die Sonnenschutzmittel mit mineralischen UV-Filtern herstellen. Die physikalischen Filter legen sich auf die Haut und reflektieren die UV-Strahlen der Sonne. Diese Sonnenschutzmittel "weißeln" zwar häufig - es kommt zu einem weißen Film auf der Haut - doch sie stellen keine Gefahr für Meeresbewohner dar und sind daher in Palau, Aruba und den anderen oben genannten Urlaubsdestinationen erlaubt.

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jg

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Rubriklistenbild: © dpa/Danny Gohlke

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