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Eine 81-jährige Frau musste sich im Flugzeug umsetzen, weil ein Ultra-Orthodoxer Jude nicht neben ihr sitzen wollte.

Airline in der Kritik

81-Jährige räumt Flugzeug-Platz für streng-religiösen Mann

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Weil ein ultra-orthodoxer Jude nicht neben einer Frau sitzen wollte, musste sich eine 81-jährige Frau im Flugzeug umsetzen. Jetzt wirft sie der Airline Sexismus vor und droht mit einer Klage. 

Im Dezember 2015 flog die 81-jährige, ehemalige Rechtsanwältin und Holocaust-Überlebende Renee Rabinowitz von New York nach Tel Aviv. Den Sitzplatz neben ihr zugewiesen bekam ein ultra-orthodoxer Jude. Dieser weigerte sich allerdings neben einer Frau Platz zu nehmen, wie die New York Times berichtet.

„Ich fühlte mich herabgesetzt“

Frau Rabinowitz zeigt sich jetzt gegenüber dem New Yorker Blatt schockiert über die Reaktion der Fluggesellschaft. Denn ein Flugbegleiter der israelischen Airline El Al kam zu ihr und bat ihr einen „besseren“ Platz weiter vorne an, näher an der ersten Klasse. Widerwillig habe sie dann zugestimmt. Trotzdem ein klarer Fall von Sexismus und Diskriminierung für die 81-Jährige: „Trotz all meiner Errungenschaften - und mein Alter ist auch eine Errungenschaft - fühlte ich mich herabgesetzt." Sie sei schockiert über das Handeln der Fluggesellschaft und kündigte an, rechtliche Schritte einzuleiten.

Diskriminierung? Jetzt will sie gegen die Airline klagen

„Für mich ist es nichts persönliches“, ergänzte Frau Rabinowitz. „Es ist etwas intellektuelles, ideologisches und rechtliches. Hier bin ich, eine ältere Frau, gebildet, welterfahren, und irgendein Typ kann entscheiden, dass ich nicht neben ihm sitzen soll. Warum?“ Die Fluggesellschaft bestätigte den Vorfall, wies aber jegliche Vorwürfe zurück. El Al betonte, dass man alle männlichen und weiblichen Fluggäste gleichberechtigt und mit Respekt behandele. Man habe Frau Rabinowitz gefragt, ob sie einen besseren Platz haben möchte, sie sei aber zu nichts verpflichtet gewesen. 

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