+
"Herzliches Fotografierverbot" steht auf diesem Schild im Schweizer Dorf Bergün.

Für Touristen

Absurder Grund: Schweizer Dorf verbietet Fotografieren

  • schließen

Im Schweizer Touristendorf Bergün in der Nähe von St. Moritz gibt es neuerdings Schilder mit einer durchgestrichenen Kamera. „Herzliches Fotografierverbot“ ist darauf zu lesen.

Bergün - Das habe der Gemeinderat so beschlossen, teilte die Gemeinde mit. Die Boulevardzeitung „Blick“ regte sich am Mittwoch auf - dabei ist der seltsame Erlass offensichtlich nur ein Werbegag.

Den Gemeindebeschluss und die Schilder gebe es wirklich, sagte der Geschäftsführer von Bergün Filisur Tourismus, Marc-Andrea Barandun, der Deutschen Presse-Agentur. Aber Touristen brauchten keine Angst vor dem angedrohten Bußgeld in Höhe von fünf Franken beim Fotografieren zu haben. „Es ist eine PR-Aktion, um mehr Leute nach Bergün zu bringen“, räumte er ein. Der Gemeindebeschluss werde noch zurückgenommen. Er habe viel Resonanz bekommen, hauptsächlich positiv. Aber es hätten sich auch verunsicherte Touristen gemeldet.

Begründung des Verbots

Die Gemeinde - 500 Einwohner, zusammen mit dem Nachbardorf Filisur 200 000 Übernachtungen im Jahr - hatte das vermeintliche Verbot so begründet: „Fotos der pittoresken Landschaft, die auf den sozialen Medien geteilt werden, können andere Menschen unglücklich machen, weil sie selbst gerade nicht in Bergün sein können.“ Der „Blick“ war nicht amüsiert. „Wirklich lustig findet das Verbot bisher keiner“, schreibt die Zeitung, und bemühte auch einen Experten für Reiserecht, der Fotografierverbote als unzulässig bezeichnete.

dpa

Fernweh? Das sind die schönsten Strände weltweit

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Skisaison voll angelaufen - Gute Verhältnisse auf den Pisten
Dank guter Wetterbedingungen sind immer mehr Skigebiete bereit für die Saison. Nicht nur in den Alpen, sondern such in den deutschen Mittelgebirgen werden Wintersportler …
Skisaison voll angelaufen - Gute Verhältnisse auf den Pisten
Was die Niki-Pleite für Reisende bedeutet
Kurz vor Weihnachten geht Niki pleite, von einem Tag auf den anderen steht die gesamte Flotte still. Für Urlauber bedeutet das Chaos. Wie ist die Rechtslage? Worauf …
Was die Niki-Pleite für Reisende bedeutet
Weitreichende Folgen: Das bedeutet das Ende von Niki für Passagiere
Der Austro-Ferienflieger Niki ist pleite. Nachdem die Lufthansa ihr Kaufangebot zurückgezogen hatte, stellte die Air-Berlin-Tochter den Insolvenzantrag. 
Weitreichende Folgen: Das bedeutet das Ende von Niki für Passagiere
Eurowings führt Business-Klasse auf der Langstrecke ein
Im Low-Cost-Bereich ist das eine Neuerung: Eurowings führt für einige Langstreckenflüge Business-Klasse-Tickets ein. Diese ermöglichen unter anderem mehr Beinfreiheit - …
Eurowings führt Business-Klasse auf der Langstrecke ein

Kommentare