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Die Färöer Inseln werden von Aida und Hapag Lloyd vorerst nicht angesteuert. Foto: Lea Sibbel

Aida und Hapag Lloyd meiden Färöer-Inseln wegen Walfang

Artenschutz liegt Aida Cruises und Hapag Lloyd am Herzen. Deshalb werden vorerst keine Kreuzfahrten zu den Färöer-Inseln anbieten. Grund ist die dortige Waljagd.

Berlin (dpa/tmn) - Aida Cruises und Hapag Lloyd Kreuzfahrten steuern die Färöer-Inseln wegen der dortigen Waljagd nicht mehr an. "Unser Unternehmen distanziert sich ausdrücklich vom Walfang", teilte Aida auf Anfrage mit.

Artenschutz sei Teil der Nachhaltigkeitsstrategie. "Daher haben wir uns entschieden, die Färöer-Inseln bis auf weiteres nicht mehr anzulaufen", heißt es weiter von Aida. Statt Klaksvik laufen die Kreuzfahrtschiffe "Aida Luna", "Aida Diva" und "Aida Amar" nun Kirkwall auf den schottischen Orkney-Inseln an.

Hapap Lloyd erklärte, es sei im Interesse des Unternehmens, dass der Walfang auf den Färöer-Inseln gestoppt werde. Man habe bereits die Zahl der Anläufe auf den Inseln reduziert. Im kommenden Jahr ist nur ein Anlauf der MS "Bremen" geplant. "Von weiteren Anläufen auf den Färöer-Inseln werden wir vorerst absehen." Alternativen für die geplante Routenführung werden derzeit geprüft. Tui Cruises teilte mit, Färöer vorerst weiter anzusteuern. Für das Jahr 2017 würden aber ebenfalls alternative Optionen geprüft, sagte ein Sprecher.

Wie Aida Cruises erklärt, gibt es auf den Färöer-Inseln seit Juni 2015 eine Ergänzung des Walfanggesetzes, nach dem jede Person - ob Einheimischer oder Besucher - dazu verpflichtet ist, jede Sichtung von Walen innerhalb von zwölf Seemeilen zur Küste den Behörden zu melden. Die Jagd auf Grindwale hat auf Färöer eine lange Tradition. Umweltschützer kritisieren das Schlachten der Tiere heftig.

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