Wirklich so preiswert?

All-Inclusive: So umgehen Sie versteckte Kostenfallen

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All-Inclusive bedeutet für viele entspannte Pauschalreise, All-You-Can-Eat-Buffet und viel Freizeitangebot – doch ist es wirklich so viel günstiger?

All-Inclusive-Reiseangebote wirken auf den ersten Blick praktisch: Schließlich heißt das meist, dass man rund um die Uhr essen darf, in die Sonne reist und das am besten noch preisgünstig. Für viele Familien bietet das angebliche Rundum-Wohlfühl-Paket großen Anreiz. Einige Reiseanbieter haben ihren Fokus deshalb sogar ausschließlich auf den sogenannten Pauschalreisen. Doch gibt es vielleicht einen Haken dabei?

All-Inclusive: Urlaubsbudget genau planen für Kostenüberblick

Was sicherlich ein Vorteil von Pauschalreisen ist: Sie können Ihr Urlaubsbudget genau planen. Dadurch, dass bei All-Inclusive-Angeboten schon Kost und Logis sowie der Hin-und Rückflug drin sind, müssen Sie eigentlich nur einmal zahlen.

Wenn Sie sich für eine Pauschalreise entschieden haben, überweisen Sie oftmals die komplette oder einen Großteil der Summe im Voraus. Durch die Vorauszahlung haben Sie bereits einen ersten Überblick über die wichtigsten Kosten. Meist haben Sie damit auch die Kinderbetreuung oder sonstige Freizeitaktivitäten bezahlt  – diese gilt allerdings oftmals nur, wenn Sie diese innerhalb der Hotelanlage wahrnehmen.

Wer Tagesausflüge unternehmen oder außerhalb in einem Restaurant essen gehen möchte, der muss selber für die Kosten aufkommen. Dadurch können sich Ausgaben im Urlaub schnell summieren. Hier mal ein Eis am Strand, dort ein Cocktail in der Bar – in der Regel gibt man dann plötzlich mehr Geld als berechnet aus. Doch einige Ausgaben können Sie leicht umgehen.

All-Inclusive: So umgehen Sie versteckte Kostenfallen

Zuerst sollten Sie sich überlegen, welches Reiseziel Sie anspricht und ob Sie sich lieber am hoteleigenen Strand in der Sonne bräunen oder doch lieber einen Städte-Sightseeing-Trip planen wollen. Wenn Sie eher zu Letzterem tendieren, ist wohl für Sie All-Inclusive weniger geeignet.

Schließlich werden Sie bei einem Städte-Trip sicherlich die meiste Zeit die Gegend erkunden und wahrscheinlich unterwegs essen. Wer All-Inclusive gebucht hat, bürdet sich hier nur zusätzliche Kosten auf.

Dagegen profitieren Strandurlauber, wenn sie All-Inclusive buchen und den ganzen Tag über verpflegt werden. Doch das bedeutet nicht, dass Sie Tag und Nacht in Ihrem Hotel bleiben müssen. Schließlich macht es auch bei einem Strandurlaub Spaß, hin und wieder nach draußen zu gehen und Ausflüge zu unternehmen.

Außerdem empfiehlt es sich, darauf zu achten, ob Sie lieber einen entspannten Familienurlaub abseits der Touristenströme verbringen wollen oder sich sogar für einen Aktivurlaub interessieren. Daher ist es auch wichtig, sich einen entsprechenden Ort auszusuchen, der am besten zu Ihren Bedürfnissen passt. Wer sich für abgelegene Unterkünfte entscheidet, der wird allerdings zwangsläufig auf das Angebot dort angewiesen sein.

Wichtig: All-Inclusive-Angebot genauestens auf Ansprüche prüfen

Gut zu wissen: Wer ein All-Inclusive-Angebot nutzt, hat selten Anrecht auf Entschädigung. So kann es passieren, dass das Reiseangebot nicht Ihren Wünschen entspricht, aber besonders günstig war – dann müssen Sie meist auch in den sauren Apfel beißen. Auch wenn das bedeutet, dass Sie zum Beispiel die versprochenen (Freizeit-)Aktivitäten wegen des schlechten Wetters gar nicht wahrnehmen können.

Auch was das Essen angeht, ist es zwar richtig, dass Sie meist so viel essen und trinken können, wie Sie wollen. Allerdings gilt es einige Kostenfallen zu umgehen. So kann es sein, dass alkoholische Getränke oder einzelne Gerichte (zum Beispiel A-la-carte-Menüs) nicht inkludiert sind. Und da es sich beim Frühstück und Abendessen oftmals um ein großes Buffet handelt, könnte auch die Qualität des Essens darunter leiden.

Auch bei Ihren Freizeitaktivitäten ist es von Vorteil, wenn Sie bei den Reise- Angeboten darauf achten, dass Sie auch wirklich Teil ihres All-Inclusive-Pakets sind. Besonders Wellness- und Spa-Angebote kosten in Hotels meist extra. Wasserspiele mit den Animateuren und auch der Miniclub für die Kleinsten sind dagegen immer gratis.

Wer sich im Vorfeld also genau informiert und auch vor Ort aufpasst, hat schließlich auch einige Vorteile. Am Ende müssen Sie sich um nicht viel kümmern oder gar kochen oder putzen. Stattdessen genießen Sie einfach entspannt Ihren wohlverdienten Urlaub.

All-Inclusive-Resorts: Die zehn Besten in Europa

Von Jasmin Pospiech

Rubriklistenbild: © dpa

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