Kehren in Ehren: Die Großglockner-Hochalpenstraße feiert 75-jähriges Jubiläum.

Beste Kurvenlage

75 Jahre hat sie auf dem Buckel. Ihre Kurven aber sind so aufregend wie eh und je. Und deshalb fahren Touristen nach wie vor ab auf die Großglockner-Hochalpenstraße.

Weil das Panorama auf die umliegenden Bergriesen einfach umwerfend ist, halten sie manchmal aber auch an. Beim Mankeiwirt zum Beispiel.

Wirt Herbert Haslinger mit seinem zahmen Murmeltier.

Eigentlich heißt der Mann ja Haslinger, Herbert Haslinger. Seit er ein kleines Murmeltier, Mankei auf Pinzgauerisch, gefunden und aufgezogen hat, das nun in der Familie lebt wie eine Hauskatze, ist der Chef des urigen Gasthofs Fuscherlacke aber der Mankeiwirt. Haslingers Gasthof steht in Kehre sieben auf der Großglockner Hochalpenstraße, auf 2262 Metern, mitten im Nationalpark Hohe Tauern, mit herrlichem Blick auf die umliegenden Bergriesen. 27 enge Kurven hat die Panoramastraße insgesamt, verteilt auf eine 47,8 Kilometer lange Asphalt-Schlange, die sich mit bis zu 12 Prozent Steigung von Bruck im Salzburger Land bis nach Heiligenblut im Nachbar-Bundesland Kärnten windet.

Vor 75 Jahren wurde sie gebaut, bis heute haben seitdem fast 60 Millionen Menschen Österreichs höchste befestigte Passstraße befahren.

Die zehn schönsten Panoramastraßen

Die schönsten Panoramastraßen für den Urlaub

Nicht der Zweck heiligte die für damalige Verhältnisse gigantischen Mittel von sechs Millionen Schilling, um die Straße zu bauen (das waren 14 Prozent der Summe, die Österreich zwischen 1930 und 1935 überhaupt für den Straßenbau ausgegeben hatte). Es war von Anfang an klar, dass die Straße als Transitroute über den Alpenhauptkamm nur geringe wirtschaftliche Bedeutung haben würde. Bereits in der Planungsphase in den 20er Jahren ging es eher darum, die Alpen für den Tourismus zu erschließen.

Und so ist bis heute der Weg das Ziel für alle, die sich eine Fahrt auf Österreichs schönster, mautpflichtiger Alpenpanoramastraße 28 Euro Tagesgebühr kosten lassen. Neben den niedlichen Murmeltieren gibt es übrigens noch einen Grund, in Kurve sieben beim Mankeiwirt einen Stopp einzulegen. Der sensationell gute Kaiserschmarrn!

C.H.

REISE-INFOS ZUR GROßGLOCKNER - HOCHALPENSTRAßE

Großglockner-Hochalpenstraße

STRECKE Die Großglockner- Hochalpenstraße führt auf 47,8 Kilometern mit 27 Kehren, 60 Brücken, 600 Rohrdurchlässen und einer maximalen Steigung von 12 Prozent von Bruck im Salzachtal über den Alpenhauptkamm nach Heiligenblut in Kärnten, mitten ins Herz des Nationalparks Hohe Tauern. Höchster Punkt ist das Hochtor mit einer historischen Passhöhe von 2576 Metern (Tunnelportal auf 2506 Metern). Im Mölltal zweigt eine Gletscherstraße ab auf die Franz-Joseph-Höhe am Pasterzengletscher mit Blick auf den Großglockner.

REISEZEIT Die Hochalpenstraße ist zwischen Ferleiten und Heiligenblut im Winter nicht befahrbar. Die Wintersperre beginnt je nach Wetterverhältnissen Ende Oktober und endet Anfang Mai. Außerdem besteht ein ganzjähriges Nachtfahrverbot.

AUSSTELLUNG Das Besucherzentrum Kaiserfranz- Josefs-Höhe behandelt in Ausstellungen auf vier Stockwerken das Thema Gletscher, Glockner und die Panoramastraße.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Was die Niki-Pleite für Reisende bedeutet
Kurz vor Weihnachten geht Niki pleite, von einem Tag auf den anderen steht die gesamte Flotte still. Für Urlauber bedeutet das Chaos. Wie ist die Rechtslage? Worauf …
Was die Niki-Pleite für Reisende bedeutet
Hier darf es länger dauern: Atemberaubende Zugstrecken weltweit
Spektakuläre Routen wie die der Transsibirischen Eisenbahn, der TranzAlpine oder der Copper Canyon Railway – hier darf die Fahrt gerne etwas länger dauern.
Hier darf es länger dauern: Atemberaubende Zugstrecken weltweit
So holen Sie sich Ihre Kosten nach der Flug-Stornierung zurück
Reisende, die ihren Flug nicht angetreten haben, können sich grundsätzlich fast den gesamten Ticketpreis erstatten lassen. Hier erfahren Sie, wie das geht.
So holen Sie sich Ihre Kosten nach der Flug-Stornierung zurück
Weitreichende Folgen: Das bedeutet das Ende von Niki für Passagiere
Der Austro-Ferienflieger Niki ist pleite. Nachdem die Lufthansa ihr Kaufangebot zurückgezogen hatte, stellte die Air-Berlin-Tochter den Insolvenzantrag. 
Weitreichende Folgen: Das bedeutet das Ende von Niki für Passagiere

Kommentare