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Flugbegleiter schlägt „widerspenstigem Passagier“ mit Kaffeekanne auf den Kopf

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Von: Franziska Kaindl

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Die Boeing 787-9 Dreamliner (B789) der Fluglinie American Airlines (AA / AAL) mit der Registrierung N828AA
Ein Passagier eines American-Airlines-Fluges wurde mithilfe einer Kaffeekanne „ruhiggestellt“. © Kevin Hackert/Imago

Während eines Fluges der American Airlines versuchte ein Passagier, die Ausgangstür zu öffnen. Daraufhin schlug ein Flugbegleiter ihm mit der Kaffeekanne auf den Kopf.

Ein Flug der American Airlines musste am Sonntagnachmittag (13. Februar) auf den Kansas City International Airport im US-Bundesstaat Missouri umgeleitet werden. Schuld war ein „widerspenstiger Passagier“, wie es in einem Statement der Fluggesellschaft heißt, das dem amerikanischen Sender CNN vorliegt. Eigentlich war der Flug 1775 von Los Angeles nach Washington D.C. unterwegs. Der 50-jährige Passagier wurde laut einer Pressemitteilung des US-Justizministeriums wegen der Behinderung eines Crewmitglieds angeklagt.

Flugpassagier greift Crewmitglied an und will Flugzeugtür öffnen

Der betroffene Passagier soll sich Berichten zufolge verfolgt gefühlt haben und sprach davon, dass jemand seiner Familie etwas antun wollen würde. Einem Crewmitglied teilte er mit, dass sie nicht wirklich flögen und dass sie ihn anlügen würden. Danach soll er nach Plastikbesteck gegriffen und es „wie ein Messer“ gehalten haben. Zudem hieß es im Statement der Airline laut CNN: „Er (Anm. d. Red.: der Mann) begann, den Servicewagen zu treten und gegen ein Crewmitglied zu stoßen.“

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Zu guter Letzt habe er angefangen, an dem Griff einer Ausgangstür zu ziehen. Um ihn aufzuhalten, griff ein Crewmitglied daher zu einer Kaffeekanne und schlug ihm damit zweimal auf den Kopf. Danach halfen dem Bericht zufolge einige Passagiere dabei, den Mann festzuhalten. Einer von ihnen war demnach Polizist, der den 50-Jährigen von der Tür wegzog, während ein zweiter Passagier ihm gegen den Kiefer schlug und ein dritter ihn auf den Boden zog. Die Flugbegleiter erklärten, dass der Mann keinen Alkohol an Bord erhalten habe.

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Nach Landung: Passagier von Polizei festgenommen

Nach der außerplanmäßigen Landung am Kansas City International Airport wurde der Passagier festgenommen. Ein Mitreisender berichtete auf Twitter davon, dass die Polizei und das FBI an Bord kamen. „Wir sind unseren Besatzungsmitgliedern dankbar, die sich stets für die Sicherheit und Betreuung unserer Kunden einsetzen und die Umstände mit äußerster Kompetenz und Professionalität gemeistert haben“, heißt es von der Fluggesellschaft American Airlines. Somit sind die Passagiere nochmal mit dem Schrecken davongekommen. Angriffe auf Crewmitglieder* scheinen in den USA hingegen seit Beginn der Corona-Pandemie zugenommen zu haben. (fk) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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