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Fluggesellschaft im Shitstorm

"Anstößige" Hose: Airline droht Tänzerin mit Flugverbot

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Boston - Als Tänzerin tritt Maggie McMuffin eher leicht bekleidet auf. An ihrem privaten Outfit fand sie jedoch nichts Schlimmes, als sie einen Flug antreten wollte. Die Airline sah das jedoch anders.

Nur ein Flugticket zu kaufen, reicht in den USA anscheinend nicht mehr aus, um die Berechtigung auf einen Sitzplatz im Flugzeug zu erwerben. Denn Maggie McMuffin musste sich zusätzlich einer Kleidungs-Musterung der amerikanischen Fluggesellschaft JetBlue unterziehen. Die Bordcrew empfand nämlich die Hose der jungen Tänzerin, die von Boston nach Seattle fliegen wollte, als "unpassend" und "zu kurz".

Somit stellten sie die junge Frau vor die Wahl, entweder die Hose zu wechseln oder den Flug umzubuchen. Wie Maggies Freundin Molly McIsaac auf Facebook berichtet, sorgte sich die Airline, dass sich die mitreisenden Passagiere - darunter vor allem Familien - von dem knappen Outfit gestört fühlen könnten.

Maggie hatte jedoch keinen Ersatz parat, also eilte sie zum nächsten Geschäft und kaufte sich eine Schlafanzughose Größe XL. Züchtig bedeckt durfte sie nun tatsächlich auch ihren Flug antreten. Dass die junge Tänzerin bereits in den frühen Morgenstunden mit denselben Shorts ebenfalls mit JetBlue problemlos einen Flug von New York nach Boston angetreten hatte, macht die Geschichte noch skurriler.

Mollys Facebook-Post wurde innerhalb einer Woche mehr als 1800-mal geteilt und knapp 1700-mal kommentiert - Tenor: Die "puritanische" und "sexistische" Haltung des Piloten geht gar nicht. Ein Shitstorm zog auf: Als die Airline anlässlich des Memorial Days am 30. Mai eine US-Flagge mit der patriotischen Aufschrift "Land of the free" auf ihrer Facebook- und Twitter-Seiten hisste, konnte sie sich vor bissigen Kommentaren nicht mehr retten. "Das Land der Freien - es sei denn, man hat etwas an, was einem der Piloten nicht gefällt. Dann ist man nicht mehr frei, mit euch zu fliegen", lautet einer davon.

Im Gegensatz zum Piloten entschuldigte sich JetBlue nach dem Vorfall bei der jungen Dame, erstattete ihr die 22 Dollar für die Schlafanzughose und entschädigte sie darüber hinaus mit gerade einmal 200 Dollar. 

Doch Maggie McMuffin dürfte die Fluggesellschaft wohl als Kundin verloren haben.

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