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Auch Sonnenanbeter sollen trotz Sonnenschutzmittel die Mittagshitze meiden. 

Auch billige Sonnencreme ist gut

München - Guten Sonnenschutz kann man für weniger als eine Euro je 100 Milliliter haben – oder man bezahlt an die 20 Euro dafür. Im Test überzeugten auch Produkte vom Discounter.

Dick eincremen, heißt die Devise beim Sonnenschutz. Deshalb ist es besonders erfreulich, dass es auch sehr preiswerte gute Mittel gibt. Untersucht wurden von der Stiftung Warentest 26 Sonnenschutzmittel – Milch, Sprays, einige Gele und Cremes – aus der Schutzklasse „mittel“, überwiegend mit Lichtschutzfaktor 20.

Die Sonnenschutz-Mittel im Test (pdf)

Ganz vorn in der Konkurrenz stehen Nivea Sun Light Feeling transparentes Spray für 5,50 Euro pro 100 Milliliter und – deutlich preiswerter – Sun Ozon Sonnen Milch von Rossmann für nur 1,50 Euro pro 100 Milliliter. Andere gute Produkte kosten noch weniger: Ombra Sonnen Spray von Aldi (Nord), die Sonnenmilchprodukte Ombia von Aldi (Süd), Cadeavera von Müller und besonders Sun Dance von dm: Hier kostet die 200-Milliliter-Flasche nur knapp 2 Euro.

Auch wenn die guten Testergebnisse überwiegen – noch immer gibt es Sonnenschutzmittel, die in der Werbung zu dick auftragen. In diesem Test waren es Vichy Capital Soleil Sonnenschutz-Gel-Milch, Ilrido Sonnen Gel und Ultrasun Sports clear gel formula. Sie unterschreiten den ausgelobten Lichtschutzfaktor um mehr als 20 Prozent. Hier droht ein Sonnenbrand deutlich schneller als er zu erwarten wäre. Das ist mangelhaft.

Und Clarins Sun Care Soothing Cream fiel durch, weil sie nicht ausreichend vor UVA-Strahlung schützt. Ein Lichtschutzfaktor von 20 empfiehlt sich für Menschen, die normal empfindlich auf die Sonne reagieren. Sensiblere Hauttypen oder Wassersportler, die sich den ganzen Tag in der Sonne aufhalten, sollten Produkte mit „hohem“ oder „sehr hohem“ Schutz wählen. Dazu zählen die Faktoren 30, 50 und 50+.

Ein gutes Sonnenschutzmittel soll die Haut nicht nur vor zu viel Sonne schützen, sondern auch pflegen. Denn Sonne, Wind und Wasser trocknen sie aus. Etliche Produkte haben sich im Test sogar als sehr gute Feuchtigkeitsspender erwiesen. Nur befriedigend sind Tiroler Nussöl original Sonnenmilch, Lancaster Sun Sport Fast Dry Sonnenschutzgel, Clarins Soothing Cream und das Gel von Ultrasun. An der Hautverträglichkeit gab es wenig auszusetzen.

Damit die Haut heil durch den Sommer kommt, sollte man jedoch einige Tipps beherzigen:

1. Sonnenschutzmittel reichlich auftragen. Denn hier gilt: Viel hilft viel.

2. Die Schutzdauer lässt sich durch mehrfaches Eincremen nicht verlängern, aber stabilisieren.

3. Verbringen Sie die Zeit von 11 bis 15 Uhr, wenn die Sonne am intensivsten scheint, im Schatten.

4.Auch der Schutz „wasserfester“ Mittel geht beim Baden teilweise verloren. Cremen Sie sich deshalb danach wieder reichlich ein.

mm

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