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In einer Maschine von American Airlines flog Familie B. von ihrem Trip nach Disneyland zurück. Bei einer außergewöhnlichen "Notlandung" nahm der Überflug ein jähes Ende. (Symbolbild)

Pilot fühlte sich bedroht

Autistisches Mädchen an Bord: Notlandung

Eine Amerikanerin wollte nur mit ihrer Familie vom Besuch in Disneyland nach Hause fliegen. Doch der Flug wurde unerwartet unterbrochen. Grund: Die autistische Tochter wurde als "störend" empfunden.

Der Überflug von Texas nach Oregon nahm für Familie B. ein abruptes Ende, als der Pilot eine Notlandung in Salt Lake City einleitete. Dort wurden die Amerikaner regelrecht "rausgeworfen".

Die 15-jährige Tochter Juliette leidet unter Autismus und wurde während des Fluges unruhig, weil sie Hunger hatte. Als das Mädchen schließlich etwas Warmes zu essen bekam, wurde sie ruhiger und schaute einen Film.

Doch als nächstes ertönte eine Durchsage, bei der eine "Notlandung" am Flughafen von Salt Lake City angekündigt wurde: "Wir haben einen Passagier mit einer Verhaltensstörung an Bord." Danach war Endstation. Polizisten begleiteten die Familie aus dem Flieger.

Im Video: So reagiert die Familie auf den Rauswurf

An Autismus leidet Juliette seit ihrem dritten Lebensjahr. Wenn Sie hungrig ist, reagiert sie laut Aussage der Mutter schnell gereizt. Im Interview mit "ABC-News" erklärte sie: "Juliette verweigert Essen, das nur Zimmertemperatur hat". Das Flugpersonal brachte ein kaltes Sandwich, eine heiße Mahlzeit wurde zunächst nicht angeboten.

Bei der Mutter hat sich die Fluggesellschaft leider mit der Falschen angelegt, denn die promovierte Anwältin ist engagiert und hat gute Kontakte in die Politik. Nach Aussage der Mutter fühlten sich die anderen Fluggäste von ihrer Tochter weder gestört noch belästigt. Die Familie will nun gerichtlich gegen die Diskriminierung ihrer Tochter seitens der Fluggesellschaft vorgehen. American Airlines verteidigt sich: Man habe alles getan, um der Familie während des Fluges zu helfen und zum Wohle aller Passagiere gehandelt.

mil

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