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Wer Glück hat, bekommt für das bahn-Streik-Wochenende noch ein Ticket in einem Fernbus.

Fernbus-Websites überlastet

Alternativen im Bahn-Streik: Bus, Auto, Flieger?

Berlin - Die GDL hat einen erneuten Bahn-Streik angekündigt. ICEs und Regionalzüge stehen still, ebenso die S-Bahnen. Wer am Wochenende sein Ziel erreichen will, muss umdenken.

Viele Bahnkunden wollen am Bahn-Streik-Wochenende auf Fernbusse ausweichen. Aber auch die Fluglinien spüren den Stillstand auf den Schienen. Ein Überblick:

  • Fernbus-Anbieter:
  • Fluglinien: Lufthansa rechnet am Wochenende mit zusätzlichen Buchungen. Wenn erforderlich will die Fluggesellschaft größere Maschinen einsetzen. Konkurrent Air Berlin verzeichnet seit Dienstag ein „sehr gutes“ Last-Minute-Geschäft. „Ob dies Folge der Ausstände ist, ist aber schwer abzuschätzen, weil Reisende keine Gründe für ihre Buchungen angeben“, sagte eine Sprecherin.
  • Autovermieter:
  • ADAC: Der ADAC rechnet mit mehr Stau auf den deutschen Autobahnen. Der Bahn-Streik werde die Situation auf den Straßen verschärfen. „Den Leuten bleibt ja nichts anderes übrig, als auf Bus oder Auto auszuweichen“, sagte Sprecherin Maxi Hartung. Durch den Beginn der Herbstferien in sieben Bundesländern und zahlreiche Baustellen sei am Wochenende ohnehin mit vielen Staus zu rechnen. Stressig könnte es nach Angaben des Speditionsgewerbes auch werden, weil Unternehmen verstärkt auf Lastwagen setzen, um Güter an ihr Ziel zu bringen.
  • Der Autovermieter Sixt will an Bahnhöfen mehr Autos bereitstellen. „So machen wir das bei jedem Streik“, sagte Sprecher Frank Elsner am Freitag. Ob die Nachfrage nach Mietwagen am Wochenende aber tatsächlich größer sei, könne man jetzt noch nicht sagen. „Das ist kein Automatismus.“ Häufig stornierten Kunden sogar den bereits gebuchten Mietwagen, weil ihr Zug zum Ort der Filiale ausfällt.

Die GDL erlebt einen heftigen Shitstorm. Wochenend-Pendler und Bahnreisende reagieren sich auf Twitter ab.

dpa

Die Webseiten der Anbieter sind überlastet, die Buchungen verdopplen oder -dreifachen sich seit Ankündigung der Streiks. „Es ist der pure Wahnsinn“, sagt der Sprecher des Bundesverbands Deutscher Omnibusunternehmer (bdo), Matthias Schröter. Es gebe deutlich mehr Anfragen als freie Plätze. Die Anbieter versuchten nun, den Ansturm mit weiteren und größeren Bussen aufzufangen. Wer am Bahn-Streik-Wochenende gerade zwischen großen Städten oder Ballungsräumen pendeln muss, sollte aber möglichst noch am Freitag einen Platz gebucht haben.

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