Unfall auf der A73 sorgt für Stau - Chaos im Berufsverkehr

Unfall auf der A73 sorgt für Stau - Chaos im Berufsverkehr
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Ehemalige Stewardessen blicken auf die 60er-Jahre zurück - mit teils haarsträubenden Erinnerungen. (Symbolbild)

Beautydruck, Heiratsverbot & Co

Von wegen Jetset-Leben: Ex-Stewardess verrät haarsträubende Details über Job

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Schön, glamourös und begehrt: In den 60er-Jahren waren Stewardessen die Stars der Lüfte. Doch nun packt eine Ex-Flugbegleiterin aus, wie knallhart das Business wirklich war.

Sie kam aus einer Kleinstadt, war verlobt mit ihrer Jugendliebe und gerade mitten im Studium, als sie eine Frau traf, die sie als Stewardess anwerben wollte: Mary Joyce Bochroch wollte die Welt sehen und nahm das Job-Angebot an. Sie ließ alles hinter sich und wurde Flugbegleiterin für die US-amerikanische Fluggesellschaft Trans World Airlines. Das war in den 60er-Jahren, den goldenen Zeiten des Flugverkehrs, wo Piloten und Flugbegleiterinnen noch wie Stars gefeiert wurden, heißt es.

Glamour pur oder reinster Drill? Zwei Frauen enthüllen, wie es war, in den 60ern Flugbegleiterin zu sein

Auch Bochroch führte ein solches glamouröses Jetset-Leben, flog um die ganze Welt und arbeitete hart für ihren Traum. Doch dafür zahlte die damals 24-Jährige einen hohen Preis - der Beautydruck war enorm. Zudem musste sie sich immer wieder gegen sexistische Attacken und Äußerungen wehren. So soll eine Job-Anwärterin einmal nach Hause geschickt worden sein, nur weil sie einen Pickel hatte. "Und wenn du übergewichtig warst, wurdest du ins Büro gerufen und musstest auf die Waage. Du hattest dann eine gewisse Zeit, um abzunehmen, so drei Wochen", erinnert sich die heute 77-Jährige gegenüber der New York Post. Es sei sehr "demütigend" gewesen, so Bochroch, dass die Vorgesetzten im Nachhinein so viel Kontrolle über ihre Körper hatten. Doch das wurde zu dieser Zeit bei vielen großen Airlines so gehandhabt, fügt sie hinzu.

Wie hier im Film "Catch me if you can" gezeigt wird, waren die Piloten und Stewardessen in den 60er-Jahren die Stars der Lüfte.

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Der Grund sei Experten zufolge einfach der gewesen, dass die Frauen nicht nur dazu da waren, Saft auszuschenken oder Sicherheitshinweise zu erklären, sondern auch das Image der Fluggesellschaft verkörpern sollten. Man erwartete von ihnen, dass sie attraktiv, gepflegt und fröhlich waren. Das Aussehen war sogar so wichtig, dass die Airlines Top-Designer wie Balmain oder Ralph Lauren verpflichteten, um die Uniformen der Stewardessen zu kreieren. Ob Frisur, Nagellack oder sogar die Lippenstiftfarbe - den Frauen wurde von Kopf bis Fuß diktiert, was sie tragen sollten.

"Demütigend": Harter Beautydruck - Airlines mischten sich sogar in Privatleben ein

Ein Mieder war ebenfalls Pflicht, um die Kurven der Frauen richtig in Szene zu setzen. Und um das zu überprüfen, war man nicht zimperlich, erinnert sich auch Emily Lemer, die 1962 Stewardess bei TWA wurde. "Die Vorgesetzte zwickte uns dafür in den Po", so die heute 79-Jährige.

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Doch Lemer zufolge mussten die Flugbegleiterinnen zudem einen Vertrag unterschreiben, dass sie spätestens mit 35 Jahren in Rente gehen würden - oder eben, wenn sie heiraten. Außerdem war ihnen untersagt, Kinder zu kriegen. Doch viele hielten sich nicht daran, so Lemer, "die Frauen versteckten ihre Schwangerschaften oder nahmen krankheitsbedingt Urlaub, bekamen ihre Kinder und kamen dann wieder zurück." Später wurde diese Vorschrift gelockert, Ende der 60er-Jahre wurde es schließlich für illegal erklärt.

"Letztlich hört man doch alles": Ein Raum ist besonders wichtig für die Flugsicherheit

"Die Piloten waren Ä*": Körperliche Belästigung an der Tagesordnung

So kam es, dass Lemer, die zwar heiratete, aber nie Kinder bekam, insgesamt 36 Jahre als Stewardess arbeiten konnte. Obwohl sie ihren Job geliebt habe, fügt sie hinzu, habe sie die Piloten nicht ausstehen können. "Es waren meist Männer und sie waren richtige A*löcher", sagt sie. "Sie waren herrisch." Auch Kollegin Bochroch blieb der TWA am Ende 35 Jahre treu - und auch sie meint, dass es mehr schöne als schlechte Zeiten gab.

"Wir hatten lange, luxuriöse Aufenthalte in Europa, in wunderschönen Hotels mit unseren eigenen Suiten", erinnert sie sich. "Wir aßen in den fantastischsten Restaurants dort zu Abend." Das Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit, das sie damals verspürte, hätte sehr viele Ungerechtigkeiten zu dieser Zeit wieder wett gemacht, so Bochroch. Dennoch habe sie heute, wenn sie zurückblicke, eher gemischte Gefühle.

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jp

Diese Geheimsprache verwendet Flugpersonal, um von Passagieren nicht verstanden zu werden

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