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Mit dem Bus auf Reisen: Jede zehnte Tour innerhalb Deutschlands unternehmen ein deutsche Touristen auf diese Weise.

Busreisen

Busreisen unter deutschen Touristen bleiben populär   

Unter den Deutschen stehen Urlaubsreisen weiterhin hoch im Kurs. 2014 gaben sie für den Urlaub im Inland oder Ausland so viel Geld aus wie noch nie: 87 Milliarden Euro. Immer beliebter ist die Reise per Bus.

Bei Urlaubsreisen rückt der Bus als Verkehrsmittel unter deutschen Touristen immer stärker in den Vordergrund. "Die Busreise hat an Popularität gewonnen und stößt auf zunehmendes Interesse", sagte der Präsident des Internationalen Bustouristik Verbandes RDA, Richard Eberhardt.

Von den insgesamt 70 Millionen Urlaubsreisen im vergangenen Jahr seien 5,4 Millionen oder 8 Prozent auf Busreisen entfallen. Jede zehnte Urlaubsreise innerhalb Deutschlands unternehme ein deutscher Tourist mit dem Bus. Dabei werden vor allem die Gruppenreisen mit diesem Verkehrsmittel immer beliebter.

Beim Buchen einer Reise zeigten sich die Urlauber nach Einschätzung des RDA außerdem zunehmend spendabler: Der Gruppentourist gab 2014 im Schnitt rund 1046 Euro, der Busreisende 828 Euro aus. Beide Werte erhöhten sich um 11 Prozent. Die Popularität des Fernlinienbus trage darüber hinaus dazu bei, dass junge Erwachsene und Familien unter 50 zunehmend Interesse an einer Busreise zeigten, sagte Eberhardt. Die Liberalisierung des Fernbusverkehrs 2013 sei ein "Befreiuungsschlag" gewesen und ein Zugewinn für die Bustouristik.

Für die Städte sei der Bus zudem ein Problemlöser: Jeder Reisebus spare die Verkehrsfläche von 25 und mehr Autos ein und mindere so spürbar die Verkehrsbelastung.

Vor diesem Hintergrund halten Busreiseveranstalter das bestehende Tempolimit auf Autobahnen für Reisebusse von 100 Stundenkilometern auch nicht mehr für zeitgemäß. Ein Heraufsetzen der Höchstgeschwindigkeit auf 120 Stundenkilometer erhöhe die Attraktivität des Reisebusses, forderte die Gütegemeinschaft Buskomfort (gbk). Zum komfortablen Reisen gehöre auch, dass Fahrpläne eingehalten werden könnten. Dagegen erklärte der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo), Tempo 120 sei keine Forderung des bdo. Der ADAC riet zu einer sorgfältigen Prüfung. "Die Sicherheit auf unseren Autobahnen darf keinen wirtschaftlichen Interessen einer Branche zum Opfer fallen", betonte ein ADAC-Sprecher.

Seit Öffnung des Marktes 2013 expandiert der Fernbusverkehr in Deutschland. Im vergangenen Jahr nutzten nach Prognosen des Forschungs- und Beratungsinstitutes IGES in Berlin rund 20 Millionen Passagiere einen Fernbus, Tendenz steigend. Bis 2018 sollen es 27 Millionen Menschen sein. Da stehe ein 30 Jahre altes Tempolimit im krassen Widerspruch zu der Dynamik, die der Busverkehr mittlerweile entfalte, erklärte der gbk. Dem Verband gehören bundesweit rund 500 Reisebusunternehmen an.

dpa

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