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Back- und Flashpacking als neuer Reisetrend

Comeback des Rucksacks

Back- und Flashpacking als neuer Reisetrend

In den letzten Jahren wurde der altbekannte Rucksack abermals zu einem neuen Trendobjekt, das nicht nur auf Schulhöfen und in Unis, sondern auch beim Reisen gern genutzt wird.

Gerade das sogenannte Backpacking ist diesbezüglich sehr beliebt, bei dem nicht der klassische Pauschalreisende, sondern vielmehr der Individualist seine Erfüllung findet. Hier steht das alltägliche Leben im Vordergrund, welches vor allem durch den schnell zustande kommenden Kontakt mit Bewohnern oder anderen Reisenden gegeben ist. Eine stärkere Auseinandersetzung mit der Kultur und Geschichte eines Urlaubslandes kann auf diese Weise stattfinden, zudem ist der Reisetrend – mit etwas Planung – auch sehr günstig. Vor allem für junge Erwachsene ist diese Art des Reisens eine attraktive Alternative und kann durchaus viele Gesichter haben.

Ideale Länder für Backpacker

  • Für Einsteiger sind insbesondere Thailand, Laos und Kambodscha geeignet. In diesen Ländern funktioniert das Reisen nach wie vor sehr einfach, andere Backpacker finden sich an vielen Orten und es gibt viel zu entdecken.
  • Fortgeschrittene kommen auch in Indien auf ihre Kosten, wenngleich das riesige Land sowohl sehr positive als auch sehr negative Seiten zu bieten hat und einen regelrechten Kulturschock mit sich bringen kann.
  • Experten schlägt er einen Besuch im Iran vor: die dortige persische Kultur ist fest verwurzelt mit herzlicher Gastfreundlichkeit und sorgt allerorts für gute Gespräche und Einladungen nach Hause.

Generell eignen sich zum Backpacken alle Länder, die nicht zu teuer sind oder es ermöglichen, dass sich unterwegs auch etwas Geld verdienen lässt. Ideal ist daher oftmals Südostasien in seinen vielen Facetten, denn dort gibt es nicht nur eine freundliche Kultur, sondern auch überschaubare Kosten für Essen, Transport und Übernachtung. Sehr gerne wird allerdings auch nach Australien oder Neuseeland gereist – diese beiden Klassiker sind vom Preisniveau jedoch deutlich teurer und ohne ein entsprechendes finanzielles Polster wird ein längerer Aufenthalt schwierig. Wer solides Spanisch spricht, ist außerdem in Mittel- und Südamerika gut aufgehoben. Backpacking muss aber nicht zwangsläufig immer weit entfernt stattfinden, auch in Europa finden sich etliche attraktive Ziele.

Dabei jedoch sehr wichtig: wer komplett aus dem Rucksack und mitten in der Natur leben will, darf nicht automatisch überall wild campen. In vielen Gegenden ist es verboten und zieht eine Strafe nach sich, dementsprechend sollten sich Backpacker im Zweifelsfall besser auf einen Campingplatz zurückziehen. Ausnahmen gibt es allerdings noch genügend, ausdrücklich erlaubt ist das wilde Campen derzeit beispielsweise noch in:

  • Estland, Lettland, Litauen
  • Norwegen
  • Schweden
  • Irland

Oft bietet es sich in ländlichen Gegenden auch an, einfach auf dem nächstgelegenen Bauernhof nachzufragen. Dort haben nur die wenigsten Bauern etwas dagegen, wenn Backpacker eine Nacht auf ihrem Land ihr Zelt aufschlagen.

Vorkehrung und Planung

Eine große Reise soll bald anstehen und die nötige Routenplanung ist erfolgreich abgeschlossen. Nicht weniger wichtig ist jedoch das richtige Packen, wobei stets gilt: „So wenig wie möglich, so viel wie nötig.“ Denn immerhin muss alles, was im Rucksack Platz findet, auch dauerhaft getragen werden. Die Bloggerin und Rucksackreisende Felicia hält für jene, für die das Packen zur Herkulesaufgabe zu werden droht, zahlreiche hilfreiche Tipps bereit.

Einige wichtige Dinge sollten allerdings niemals fehlen, darunter etwa:

  • Hygieneartikel (z.B. Zahnbürste, Zahnpaste, Shampoo und Duschgel)
  • Reiseapotheke (z.B. Anti-Mücken-Spray, Ibuprofen oder Verhütungsmittel)
  • Technisches (z.B. Kamera, Notebook, Smartphone)
  • Dokumente (z.B. Reisepass, Personalausweis, Nachweis der Krankenversicherung)
  • Bekleidung (z.B. Unterwäsche für etwa eine Woche, Socken, festes Schuhwerk, Hosen, Shirts)
  • Sonstiges (z.B. Feuerzeug, Nackenkissen, Taschentücher, Sonnenbrille)
Weiterhelfen können beim Packen des Rucksacks auch die zahlreichen ausführlichen Packlisten im Internet.

Neben dem Inhalt ist aber auch der Rucksack selbst entscheidend. Die große Auswahl an Modellen bringt es mit sich, dass die Entscheidung oftmals schwer fällt. Da der Rucksack in den nächsten paar Wochen, Monaten oder bei einigen vielleicht sogar Jahren jedoch sehr regelmäßig getragen wird, sollte die Wahl wohlüberlegt getroffen werden. Neben der Qualität sind dabei vor allem das Volumen und der Tragekomfort entscheidend.

Back- und Flashpacking als neuer Reisetrend

Sinnvoll sind gepolsterte Träger und ein Hüftgurt, um das Gewicht zu verteilen, aber auch zusätzliche Fächer im Inneren und Äußeren erweisen sich als praktisch. Zu bedenken ist gleichermaßen, wohin euch der Rucksack begleiten soll: Unterschiedliche Aktivitäten, etwa Wandertouren, Klettern oder Skitouren, stellen jeweils ganz eigene Anforderungen. Einen großen Unterschied macht auch das Geschlecht – so sind Männerrucksäcke ganz bewusst auf männliche Proportionen zugeschnitten und durch die größere Rückenlänge für Frauen möglicherweise unbequem zu tragen.

Wichtig: Die Krankenversicherung

Neben dem Equipment ist auch eine vorhandene Krankenversicherung zu empfehlen. Unterschieden wird hierbei zwischen der Reisekrankenversicherung und der Auslandskrankenversicherung. Sie unterscheiden sich insofern, dass erstere eher für kurze Reisen gedacht ist. Sie schützt jeden, der für vier bis acht Wochen im Jahr im Urlaub ist und ist mit 10 bis 15 Euro im Jahr relativ günstig. Die Auslandskrankenversicherung bietet sich hingegen für längere Reisen an, weshalb sie in der Regel auch besser für Backpacker geeignet ist. Hier sind die Kosten allerdings dementsprechend höher. Als Faustregel gilt: die Kosten liegen bei etwa einem Euro pro Tag bei einer Gültigkeit von 365 Tagen. Unter Umständen kann es aber auch deutlich teurer werden, beispielsweise in den USA.

Immer beliebter wird auch das Flashpacking

In jüngster Zeit ist auch das sogenannte Flashpacking immer populärer geworden. Hierbei handelt es sich um eine komfortablere Form des Backpacking, denn die Reisenden legen Wert auf gewisse Extras, die beim normalen Rucksacktourismus nicht vorhanden sind. So bevorzugt der Flashpacker eher das Einzelzimmer zum Schlafen, während der Backpacker im Schlafsaal ruht. Selbiges gilt auch für die Transportmittel oder andere wichtige Aspekte der Reise. Demnach handelt es sich also keineswegs direkt um bequeme Pauschalreisende, sondern Individualtouristen mit etwas höheren Ansprüchen. Aufgrund des höheren Budgets sind Flashpacker meist bereits ein wenig älter, viele von ihnen haben im Vorfeld außerdem selbst Backpacking betrieben.

Wer es noch eine Spur nobler möchte, der könnte am sogenannten Poshpacking interessiert sein. Hierbei steht der Gedanke des günstigen Lebens und Reisens jedoch nicht mehr im Mittelpunkt, denn Poshpacker sind zwar unabhängig, haben aber auch viel Geld, um dies nach eigenem Ermessen auszuleben. Auf Ausgaben wird dabei also nicht geachtet, dementsprechend wird diese Art des Verreisens wohl eher von Neureichen praktiziert, die sich selbst verwirklichen wollen und dabei keine Kosten und Mühen scheuen.

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