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Auf die große Welle warten: Eissurfer George Cowan am Jökulsárlón in Island. 

Eisberge und Co.

Cooler Surfer am Gletschersee von Island

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Die Surferszene, junge Leute, die mit ihrem Brett auf der Welle tanzen, trifft man normalerweise an den Küsten von Hawaii oder Kalifornien...

... in Tarifa ganz im Süden Portugals oder auf den Kanaren, da, wo der Wind richtig Gas gibt. Wo das Leben eben easy und die Luft warm ist. Dort, aber nicht in einer eisigen Lagune im Süden Islands, die von kalbenden Gletschern umgeben ist und in der bis zu 15 Meter hohe Inseln aus gefrorenem Wasser herumtreiben.

Und doch: George Cowan, Schotte von Geburt und unerschrocken von Gemüt, hat genau das einmal ausprobieren wollen. Surfen zwischen Schollen auf dem Jökulsárlón, dem tiefsten See der Nordmeerinsel.

Morgens in den Neoprenanzug steigen und die frostigen Lagune schwimmend zu durchpflügen, das gehörte für George, der auf Island als Guide für Walbeobachtungstouren arbeitet, sowieso zum täglichen Fitnessprogramm. Warum also nicht einmal die Nummer mit dem Brett ausprobieren?

Der Schotte George Cowan arbeitet auf Island als Guide für Walbeobachtungstouren.

Auf die große Welle hat Eissurfer George Cowan dann zwar vergeblich gewartet. Ehrlich gesagt hatte er auch gar nicht erwartet, dass sie kommt. Er habe sein Bord genutzt, um die Eisberge herumzupaddeln, erzählte er später dem Fotografen Jeremy Woodhouse, den er an diesem Morgen zufällig am Jökulsárlón getroffen hat. Und dann haben die beiden beschlossen, aus dieser Begegnung eine Foto-Session zu machen. Wobei sie natürlich nicht die ersten waren, die das spektakuläre Ambiente als Kulisse nutzten. Schließlich diente der Gletschersee schon Hollywood als Schauplatz für Filmproduktionen wie James Bond („Stirb an einem anderen Tag“ und „Im Angesicht des Todes“), Tomb Raider und Batman. Jeremy hat dann später jedenfalls zugegeben, es sei der coolste Job seines Lebens gewesen, das Modeln als Surfer am Gletschersee von Island.

Stichwort Jökulsárlón

Der Jökulsárlón (zu Deutsch: Gletscherflusslagune) ist der bekannteste und größte Gletschersee in Island. Er liegt auf dem Gemeindegebiet Hornafördur am Südrand des Vatnajökull an der Südostküste Islands. Mit 248 Metern ist er der tiefste See Islands und mit 18 Quadratkilometern hat er etwa die Größe des oberbayerischen Wörthsees. Die Eisberge, die sich vom Gletscher lösen und auf dem See treiben, können bis zu 15 Meter hoch sein. Ein Wanderwegenetz umgibt seinen Uferbereich.

Surfen zwischen Eisschollen: Jeremy Woodhouse, Mitinhaber der Agentur Blend Images, traf George, den rothaarigen Schotten, am Gletschersee. Weitere Fotos auf www.f1online.de.

Christine Hinkofer

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