Ein Easyjet-Flugzeug bei der Landung oder beim Abflug an einem Flughafen.
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Easyjet sieht die Verantwortung für die Corona-Tests nicht bei den Airlines.

Plan der Bundesregierung

Easyjet lehnt es ab, Corona-Tests an Passagieren durchzuführen

  • Franziska Kaindl
    vonFranziska Kaindl
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Aus Sicht von Bund und Ländern müssen Airlines sich um die konsequente Testung von Passagieren auf das Coronavirus kümmern. Easyjet weist die Verantwortung von sich.

Die Billigairline Easyjet sieht auch in Zukunft die Passagiere in der Pflicht, sich vor dem Abflug einem Corona-Test zu unterziehen. Im letzten Beschluss des Bund-Länder-Gipfels am 22. März will die Regierung aber die Fluggesellschaften in die Pflicht nehmen: „Da insbesondere bei beliebten Urlaubszielen damit zu rechnen ist, dass Urlauber aus zahlreichen Ländern zusammentreffen und sich Covid-19-Varianten leicht verbreiten können, erwarten Bund und Länder von allen Fluglinien konsequente Tests von Crews und Passagieren vor dem Rückflug und keine weitere Ausweitung der Flüge während der Osterferien“, heißt es in dem Papier. Bei Easyjet lehnt man das aber ab.

Easyjet weigert sich, Corona-Tests an Passagieren durchzuführen

Das Testen vor Abflug und bei Ankunft läge in der Verantwortung der Passagiere, erklärte Easyjet am Dienstag (23. März) auf eine Anfrage des Tagesspiegels. Aus organisatorischer und medizinischer Sicht sei das vonseiten der Airlines nicht darstellbar. Stephan Erler, Easyjet-Deutschlandchef, zeigt sich zudem enttäuscht von den Beschlüssen der Bundesregierung: „Es gibt noch immer keine bundeseinheitliche Test- und Einreisestrategie, geschweige denn eine europäische Lösung“, kritisierte er gegenüber dem Tagesspiegel. „Basierend auf den Beschlüssen erwarten wir nun schnellstmöglich eine allgemeingültige, verbindliche Regelung wie grenzüberschreitender Verkehr nach Deutschland aus Risikogebieten, aber auch aus Nicht-Risikoländern erfolgen kann, sei es auf dem Landweg, per Schiene, Schiff oder Flugzeug, um allen Reisenden in diesem Jahr Planbarkeit, Verlässlichkeit sowie Sicherheit zu geben.“ Aktuell prüft die Bundesregierung, ob ein generelles Verbot von Auslandsreisen möglich wäre – in Großbritannien wird eine entsprechende Regel ab Montag zum Gesetz. Ab dann drohen den Briten umgerechnet 5.800 Euro Geldstrafe bei Verstößen.

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Laut Erler sei die Luftfahrt zentral für die europäische Konnektivität und sichere eine Mobilität der Menschen zwischen den Mitgliedsstaaten ab: „Die Pandemiebekämpfung bedarf einer europäischen Koordination, auch sollten Regierungen europaweit zügig Lösungen umsetzen, damit nachweislich geimpfte Personen wieder frei reisen können.“ In dieser Hinsicht hat zumindest die EU einen Fortschritt gemacht: Ab 1. Juni soll es einen gemeinsamen, digitalen Impfpass geben, der das Reisen in Europa erleichtern kann. (fk)

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