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Aufgepasst: Corona-Impfnachweise laufen ab 1. Februar schneller ab – Was jetzt in der EU gilt

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Von: Franziska Kaindl

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Bisher waren EU-Impfzertifikate zwölf Monate lang gültig. Danach ist eine Booster-Impfung nötig, um den Status zu erhalten. Ab dem 1. Februar ändert sich das.

Wer sich gegen das Coronavirus impfen hat lassen, könnte dennoch ab heute Probleme bei Reisen in der EU bekommen. Das betrifft vor allem diejenigen, die schon vor knapp einem Jahr die Grundimmunisierung erhalten und seither keine Auffrischimpfung vorgenommen haben. Denn ab dem 1. Februar haben die EU-Impfzertifikate nur noch eine Gültigkeit von neun Monaten (270 Tage) anstatt von zwölf. Eine Empfehlung dazu hat vor Kurzem die EU-Kommission herausgegeben.

Verkürzte Gültigkeit der Corona-Impfzertifikate – Was jetzt für Reisende gilt

Für Reisende, deren Impfzertifikat abgelaufen ist, bedeutet dies, dass sie beim Grenzübertritt innerhalb der EU wie Ungeimpfte behandelt werden. Für die Einreise braucht es dann in der Regel einen negativen Corona-Test und manchmal sogar eine Quarantäne – die Regelungen können sich von Land zu Land unterscheiden. „Dies spiegelt den nachlassenden Schutz des Impfstoffs wider und unterstreicht, wie wichtig eine Auffrischung ist“, erklärte EU-Justizkommissar Didier Reydners laut einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur.

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Corona-Regeln in der EU sollen vereinheitlicht werden

Generell soll Reisen nach Ansicht der EU jedoch mit dem digitalen Covid-Zertifikat möglich sein. Das heißt, es gilt die 3G-Regel. Der Impfnachweis besteht aus einem QR-Code, der von den Impfzentren oder den Praxen ausgestellt wird. Der Code kann auf dem Smartphone digital ausgelesen werden und wird trotz unterschiedlicher Apps in allen Ländern der EU anerkannt. Auch Nachweise über Tests oder eine Genesung können über diesen Weg erbracht werden.

„Mit den neuen Vorschriften für Reisen innerhalb der EU werden die unterschiedlichen Vorschriften in den Mitgliedstaaten harmonisiert“, erklärt die EU-Kommission weiterhin zu der Regel. In den letzten Monaten hatten viele Länder ihre Maßnahmen aufgrund der Ausbreitung der Omikron-Variante verschärft – was das Reisen sehr kompliziert und die Regeln unübersichtlich macht. Österreich erklärte zum Beispiel, dass eine quarantänefreie Einreise für Geimpfte und Genesene nur mit einem zusätzlichen PCR-Test oder Booster möglich sei.

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Corona-Impfzertifikate: Unterschiedliche Regeln in der EU weiterhin möglich

Doch trotz der Empfehlung der EU könnten weiterhin unterschiedliche Regeln gelten – die Mitgliedstaaten sind nämlich lediglich aufgefordert, ihre nationalen Regeln anzupassen. Es drohen keine Strafen, wenn sie es nicht tun. So gelten auch innerhalb der Länder unterschiedliche Regeln, was die Gültigkeit des Impfpasses angeht. In Frankreich braucht es zum Beispiel bereits nach sieben Monaten einen Nachweis über einen Booster, um weiterhin als „geimpft“ zu gelten. Wer diesen nicht hat, kann kein Restaurant besuchen oder in einen Zug einsteigen.

Andere Länder hingegen haben ihre Regeln bereits angepasst: So kündigte Italien an, die Einreise-Regeln zu lockern* und ab sofort einen 3G-Nachweis zu akzeptieren. Bisher konnten Ungeimpfte oder nicht vollständig Geimpfte nicht ohne Quarantäne einreisen – selbst, wenn sie sich getestet haben. Auch Geimpfte und Genesene benötigten einen negativen Test. (fk) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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