Sommerferien verkürzen - diesen Vorschlag lehnt der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft vehement ab. 
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Sommerferien verkürzen - diesen Vorschlag lehnt der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft vehement ab. 

Schäuble-Vorstoß

Kürzere Sommerferien? Tourismus-Branche mit heftiger Kritik an Schäuble - "Blanke Existenzangst"

  • Simona de Clerk
    vonSimona de Clerk
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Der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft kritisiert den Vorschlag von Wolfgang Schäuble, die Sommerferien zu verkürzen und lehnt diesen deutlich ab.

  • Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hat vorgeschlagen, die Sommerferien aufgrund der außergewöhnlichen Situation durch das Coronavirus* in diesem Jahr zu verkürzen.
  • Der Generalsekretär des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) hat diesen Vorschlag vehement kritisiert.
  • Zeitlich müsse man die Sommerferien möglichst entzerren, damit sich die Urlauber besser verteilen könnten.

Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft mit heftiger Kritik an Schäuble-Vorschlag zu verkürzten Sommerferien

Der Generalsekretär des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW), Michael Rabe, erklärte in einem Statement zu Wolfgang Schäubles Vorschlag, die Sommerferien in diesem Jahr verkürzen zu wollen: "Unternehmen wie Bürger brauchen Verlässlichkeit und Planbarkeit, statt weiterer Verunsicherung durch eine völlig unnötige und unverantwortliche Diskussion, die der Bundestagspräsident heraufbeschwört. Wir alle hoffen, dass im Sommer Reisen und Ausflüge – im Sinne von Bürgern wie Unternehmen - zumindest in Teilen und unter Auflagen wieder möglich sein werden."

Vor diesem Hintergrund sei die Forderung von Wolfgang Schäuble sowohl aus wirtschaftlicher wie auch aus gesundheitlicher Sicht unverständlich und unverantwortlich. "Für die Unternehmen der Tourismuswirtschaft würden eingeschränkte Ferienzeiten zusätzlich zu den schon erfolgten massiven Schäden weitere kaum verkraftbare Umsatzverluste bedeuten", so Rabe. Die Tourismus-Branche sei von der Coronakrise* schon jetzt so betroffen wie keine zweite.

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"Es herrscht blanke Existenzangst und wir brauchen endlich mehr politisches Verständnis für die Schäden, die die bislang fraglos notwendigen Coronamaßnahmen in unserer Branche anrichten", erklärte Rabe. "Der Vorschlag Schäubles lässt jedoch genau dieses Verständnis für unsere Branche vollends vermissen."

Darüber hinaus gelte: "Die Bürger werden im Sommer eine Auszeit vom Alltag und von den Coronabelastungen brauchen. Und last but not least ist der Vorschlag auch aus Sicht des Infektionsschutzes absolut kontraproduktiv. Statt Reisende und Ausflügler zeitlich möglichst weit zu entzerren, indem man sie auf den kompletten vorgesehen Ferienzeitraum verteilt, würde eine Kürzung dazu beitragen, dass mehr Menschen als notwendig gleichzeitig unterwegs wären."

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sca

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